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Berichte und Hintergründe:

30 Studenten der Religionswissenschaft aus Heidelberg besuchen das Gemeindezentrum in Schmitten
Getreu dem Motto, "nicht nur über, sondern mit religiösen Minderheiten reden", besuchten am Mittwoch den 18. Juni 30 Studenten und 3 Professoren der Universität Heidelberg unter der Führung von Dr. Krüger das Seminarzentrum in Schmitten. Themenschwerpunkte waren zwei Kurzvorträge über die Gründergestalt der VK, Rev. Moon, und über religiöse Diskriminierung in der Bundesrepublik am Beispiel des Einreiseverbots für das Ehepaar Moon. Die Fragen und Kommentare der Gäste zeichneten sich durch eine bemerkenswerte Sachlichkeit und Objektivität aus, frei von jeglicher Polemik oder von Zynismus. Das Treffen wurde von beiden Seiten als sehr angenehm und informativ bewertet.

 
Eine friedliche Welt errichten - erstrebenswertes Ziel oder hoffnungslose Utopie?
Unter diesem Titel organisierte die erst vor knapp zwei Jahren gegründete Interreligiöse und Internationale Föderation für Weltfrieden e.V. (IIFWF) am 14. Juni ein Ein-Tages-Seminar im Hotel Holiday Inn in Berlin. Karl Meier, 1. Vorsitzender der IIFWF, sprach sich in seiner Begrüßungsrede für eine Stärkung der Vereinten Nationen als weltweites Instrument für Friedensarbeit aus. Nach der Pause, gab es zwei Berichte von Ludwig Scharnreithner (Stuttgart) und Gernod Kresse (Berlin) über lokal organisierte, interreligiöse Arbeitskreise. -
Unter der Überschrift "Wie trägt Religion zum Weltfrieden bei?" sprachen am Nachmittag Surinder S. Kalsi, Vorsitzender der Berliner Sikh Gemeinde, Gudrun Geiger von der spirituellen Vereinigung Brahma Kumaris, der ev. Theologe Prof. Dr. Jürgen Redhardt und Amir Mohammed Herzog, Gründer und Vorsitzender der Islamischen Gemeinde deutschsprachiger Muslime und Freunde des Islam Berlin e.V. -
Nach einer Präsentation über "Internationale Aktivitäten der IIFWF am Beispiel Koreas und des Mittleren Ostens" von Fritz Piepenburg bekamen 15 der insgesamt 50 Teilnehmer ihre Ernennungsurkunde zum Friedensbotschafter ausgehändigt. Einen ausführlicher Bericht über die Konferenz gibt es auf der Homepage der IIFWF.


Die am Ende der Konferenz neu ernannten Friedensbotschafter

Juden, Christen und Muslime unterzeichnen die Jerusalem-Erklärung
In Israel angekommen begaben sich die Pastoren (siehe vorhergehenden Bericht) auf die Spuren des historischen Jesus. Auf dem Programm standen das Tote Meer, der See Genezareth, der Garten Getsemaneh und andere historische Stätte. Am Berg der Seligpreisungen wurden Jesu Worte aus der Bergpredigt laut gelesen. -
Besonders stark fühlten die Teilnehmer die Anwesenheit und geistige Führung Jesu im Kerkergewölbe der Petruskirche in Gallicantu. Dort stand das Haus des Hohenpriesters Kaiphas, in dessen Kerker Jesus zum ersten Mal verhört wurde. -
Höhepunkt der Pilgerfahrt war eine Tageskonferenz im Hyatt Regency Hotel von Jerusalem am 18.05., zu dem höchste jüdische und muslimische Würdenträger geladen waren. Trotz äußerst widriger Umstände - ein palästinensischer Selbstmordattentäter hatte sich am selben Morgen in der Nähe des Hotels in die Luft gesprengt und sieben Israelis mit in den Tod gerissen; eine radikale Gruppe extremistischer Juden versuchte dreimal in das Hotel einzudringen und die Konferenz zu sprengen - kamen alle geladenen Gäste, 131 Repräsentanten des Christentums, über 120 des Judentums und 10 des Islams. Der israelische Friedensbotschafter Dr. Glaubach eröffnete die Konferenz. Die Eröffnungsrunde stand unter dem Titel "Vergebung, Liebe und Versöhnung". Erzbischof Stallings aus den USA erläuterte, dass Christen die wahre Bedeutung des Kreuzes nie richtig verstanden haben. Deshalb haben die Geistlichen die Kreuze in ihren Kirchen abgenommen und sind nach Jerusalem gekommen, um sich mit dem Judentum als "älterem Bruder" auszusöhnen. Christen müssten für ihre Rolle in der langen und schmerzhaften Geschichte des Antisemitismus bereuen, die im Holocaust ihren Höhepunkt erreichte. Gleichzeitig erklärte er den anwesenden Rabbinern, dass Jesus von seinem eigenen Volk angenommen und geliebt werden wollte, und dass er von Gott auf Erden gesandt wurde, um das Himmelreich auf Erden zu errichten. -
Dr. Andrew Wilson, ACLC Mitglied mit jüdischem Hintergrund, analysierte in der zweiten Gesprächsrunde die Gründe, warum Jesus in seiner Zeit auf so viel Unverständnis und Ablehnung stieß. Vertreter aller drei abrahamitischen Religionen sollten in der Lage sein, Jesus als ihren Bruder in Liebe zu umarmen, nur so könne der tiefe Konflikt zwischen den drei Bruderreligionen überwunden werden. Gleichzeitig kritisierte er das Unvermögen des Christentums, seine eigenen jüdischen Wurzeln in angemessener Weise zu würdigen und zu schätzen. -
Erzbischof Stallings lud dann den ranghöchsten Rabbiner zur gemeinsamen Unterzeichnung der Jerusalem Erklärung ein. Nachdem sich der Rabbiner den Inhalt von Friedensbotschafter Dr. Shalev auf hebräisch genau hatte erklären lassen, sagte er, er würde unterschreiben, wenn auch sein muslimischer Bruder, der Imam, unterschreiben würde. Daraufhin stand der Imam ohne zu zögern auf und alle drei, als Vertreter des Judentums, Christentums und des Islam, unterschrieben die Jerusalem-Erklärung, gefolgt von allen anderen Teilnehmern der Konferenz. -

Während des Abschiedsbanketts stellte ein Rabbiner einen jüdischen Vater vor, dessen 19-jähriger Sohn durch ein Selbstmordattentat tödlich verletzt worden war. Der behandelnde Arzt machte den ungewöhnlichen Vorschlag, einige der noch intakten Organe seines Sohnes einem 8-jährigen palästinensischen Mädchen zu geben, die diese dringend benötigte. Nach Rücksprache mit seinem Rabbiner und Gebet willigte der Vater ein. - Rev. Jenkins, Vorstandsmitglied der ACLC, zitierte eine Passage der Heiligen Schrift, die besagt, dass eines Tages Fremde nach Jerusalem kommen und sich an den Röcken der Rabbiner "festhalten" würden. Als er den ranghöchsten Rabbiner direkt fragte, ob er sich an dessen Rock festhalten könne, um die alten Schriften besser zu verstehen, hielt dieser seinen Rock hoch, den dann Rev. Jenkins mit seinen Händen festhielt. Alle Teilnehmer waren tief bewegt durch diese symbolischen Gesten. - Ein anderer Rabbiner kam auf das Podium und erklärte, dass er jetzt Rabbi Jesus verstehen könne und ihn in seiner eigenen Heimat willkommen heiße. - Die Teilnehmer blieben noch lange nach dem offiziellen Ende der Konferenz im Hotel, als ob sie diesen seltenen Moment brüderlicher Gemeinschaft nicht zu Ende gehen lassen wollten.


Rev. und Frau Moon unterzeichnen die Jerusalem-Erklärung in New York nach der Rückkehr der Pastoren

Zwischenstopp der ACLC-Pilgerfahrt in Rom
Auf ihrem Weg nach Jerusalem machten die Pastoren und Kirchenleiter aus den Vereinigten Staaten am 16.05. einen Zwischenstopp in Rom und begaben sich auf die Spuren der Gründer der Christenheit. Besonders beeindruckend für die Teilnehmer war der Besuch des Circus Maximus und anderer Örtlichkeiten, wo viele frühe Christen wegen ihrer Religionszugehörigkeit einen grausamen Tod fanden. Während eines Gebetstreffens in der Gefängniszelle im Forum Romanum, in der Petrus und Paulus nacheinander gefangen gehalten worden waren, konnten sich die Teilnehmer tief in die schwierige Situation der Gründerväter des Christentums hineinversetzen und diese Erfahrung mit ihrer eigenen Mission in den Vereinigten Staaten, dem "Römischen Reich" unseres Zeitalters, verbinden. - Andere Besucherziele waren der Vatikan und berühmte Kirchen und Monumente aus der christlichen Geschichte Roms. Die American Clergy Leadership Conference (ACLC), ein von Rev. Moon initiierter Zusammenschluss von Geistlichen und religiösen Leitern, ist der Veranstalter dieser Pilgerfahrt.

Die Pastorengruppe in Rom

Christliche Gemeinden in den USA tauschen Kreuz gegen Krone ein
Nach einem Bericht von Rev. Michael Jenkins, Präsident der Family Federation for World Peace-USA und Vorstandsmitglied der American Clergy Leadership Conference (ACLC), beteiligten sich während der Osterfeiertage 220 Pastoren in 56 Gottesdiensten an der Aktion "Trade Your Cross for a Crown" (nach 1. Petrus 5:4 "So werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unvergängliche Krone der Herrlichkeit empfangen") und nahmen die Kreuze in ihren Kirchen ab. In einer am Karfreitag einberufenen Pressekonferenz erklärte Bischof Floyd Nelson, Pastor der Lively Stone Gemeinde und ebenfalls Vorstandsmitglied der ACLC die Gründe für diese Aktion: "Jesus befindet sich nicht mehr am Kreuz, er ist auferstanden und der auferstandene Christus ist unsere Hoffnung für ein Leben in Frieden. Sein Sieg war, dass er den Schmerz und das Leid des Kreuzes überwunden hat." - Erzbischof George Stallings, Gründer und geistlicher Leiter des Imani Tempels fügte hinzu: "Die frühen Christen gebrauchten das Zeichen des Fisches, weil die ersten Buchstaben der griechischen Bezeichnung, Jesus Christus, Gottes Sohn und Erlöser, das Wort ICHTHOS ergeben, das griechische Wort für Fisch. Das Kreuz war natürlich ein heidnisches Symbol, das von den Römern zur Bestrafung von Kapitalverbrechern verwendet wurde. Kaiser Konstantin hatte eine Vision, dass er unter dem Zeichen des Kreuzes siegen werde und so malten die Krieger das Zeichen des Kreuzes auf ihre Schilde. Er machte per Erlass Rom christlich und von dieser Zeit an wurde das Kreuz zum Symbol für Eroberung und der Zwangschristianisierung ... All das geschah im Zeichen des Kreuzes. Für Muslime, Juden, Buddhisten und viele andere ist das Kreuz ein Symbol für Intoleranz und Unterdrückung, nicht eines der Vergebung." - Wie weiter auf der Pressekonferenz berichtet wurde, planen 120 Geistliche der ACLC im Mai eine Reise nach Israel, um dort an einem Versöhnungstreffen mit islamischen und jüdischen Leitern teilzunehmen. "Wir sind alle Kinder Abrahams" bemerkte dazu Rev. Jesse Edwards, Pastor in Philadelphia. "Für Juden und Muslime ist das Kreuz ein Zeichen für christliche Intoleranz und Hass in der Vergangenheit. Jesus lehrte, dass der, welcher der Größte unter euch sein möchte, der Diener aller sein sollte. Die beste Art, sich des Opfertodes Jesu zu erinnern, ist, Jesu Lebenshaltung anderen gegenüber zu praktizieren, nicht sich in Symbolen und Zeichen zu verlieren." - Mehr Berichte auf der homepage der Family Federation for World Peace - USA.


Erzbischof Dr. Angel M. Torres vom Pentecostal Family Center und Rev. Dr. Edward Chambers der First Presbyterian Church of Willimsbridge in der Bronx, NY, beim Herabnehmen eines großen hölzernen Kreuzes

Menschenrechtsreport des US-Außenministeriums rügt Umgang der Bundesregierung mit religiösen Minderheiten im eigenen Land
Der Ende März von Col. Powell vorgestellte Menschenrechtsreport 2002 des US-Außenministeriums hat auch am Verhalten der Bundesregierung einiges auszusetzen. Der Bericht stellt fest, dass das Grundgesetz zwar Glaubens- und Religionsfreiheit garantiere, aber dennoch gegen religiöse Minderheiten diskriminiert werde. Als ein Beispiel dafür wird das seit 1995 bestehende Einreiseverbot in die Bundesrepublik für Rev. und Frau Moon, dem Gründerehepaar der Vereinigungskirche, ausdrücklich erwähnt. Weiterhin wird angeführt, dass die Bundesregierung das Gründerehepaar auf die sogenannte Schengener Liste gesetzt hat und damit effektiv seine Einreise in fast alle Länder der EU blockiert.
Siehe auch: Unterstellungen und unbewiesene Anschuldigungen - Hintergründe zum Einreiseverbot für Rev. und Frau Moon

Verfassungsrechtler rügt CD-Rom über "Religionsgemeinschaften"
In einem ausführlichen Rechtsgutachten vom März 2003 kritisiert der Verfassungsrechtler Prof. Dr. Christian Brünner in scharfer Form eine vom Land Oberösterreich herausgegebene CD-ROM mit dem Titel "Auf der Suche nach dem Sinn". Die von Kirchenmännern der Diözese Linz zusammengestellte CD enthält Darstellungen von über 350 Kirchen und Religionsgemeinschaften und ist u.a. für den Einsatz an Schulen vorgesehen. Peter Zöhrer, Sprecher des Forums für Religionsfreiheit (FOREF) bezeichnet die Darstellungen der Religionsgemeinschaften als pauschal, irreführend, in vielen Teilen unbegründet, sowie bevormundend und verhetzend. Dr. Brünner sieht in der diffamierenden, diskriminierenden und verfälschenden Darstellung von religiösen Gemeinschaften eine direkte Verletzung des Grundrechts auf Religions- und Gewissensfreiheit und des staatlichen Neutralitätsgebots. Als besonders problematisch empfindet Brünner die enge Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und der Diözese Linz in der Beurteilung anderer Religions- und Glaubensgemeinschaften. Dabei, so Brünner, ist davon auszugehen, dass die Diözese von der Landesregierung für ihren Beitrag zur CD-ROM auch finanzielle Zuwendungen erhalten hat. -
Ernö Lazarovits, Mitglied des Ungarischen Zentralrats der Juden und des Internationalen Christlich-Jüdischen Raters, selbst Holocaust-Überlebender des Konzentrationslagers von Mauthausen und Träger des Großen Deutschen Bundesverdienstkreuzes, sprach sich auf einer Pressekonferenz, in der das Gutachten der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, gegen religiöse Diskriminierung in jeglicher Form aus: "Mit großer Beunruhigung muss ich daher feststellen, dass mit der von der Katholischen Kirche und dem Land Oberösterreich herausgegebenen CD-ROM eine Behandlung von Andersgläubigen praktiziert wird, die man im Ansatz als kollektives Schlechtmachen bezeichnen kann, so wie man uns seinerzeit den 'Judenstern' umhängte."

Mitglieder der Vereinigungskirche in Korea gründen "Familienpartei für Universellen Frieden und Vereinigung"
Über 2000 geladene Gäste nahmen am 10. März in der Little Angels Schule an den Gründungsfeierlichkeiten einer neuen Partei mit Namen "Familienpartei für Universellen Frieden und Vereinigung" teil. Ein Parteikommittee wählte Dr. Chung-Hwang Kwak als ersten Vorsitzenden. Nach den Worten des frischgewählten Vorsitzenden wird sich die Partei in erster Linie für die Wiedervereinigung von Nord- und Südkorea einsetzen: "Wir werden uns verschiedenen Themen widmen, die für unsere Nation relevant sind, wie globale Sicherheit, die Herausforderungen unserer Zeit an Moral und Ethik, die Thematik des Umweltschutzes und der AIDS Prävention." Dr. Kwak betonte, dass die "Familienpartei" (kor. Kadschong Dang) für alle Bürger offen steht, die sich mit ihrer Aufgabenstellung und Zielsetzung identifizieren können. Bis jetzt, nach den Worten des Vorsitzenden, gibt es noch keine Pläne, Kandidaten für die Parlamentswahlen im nächsten Jahr aufzustellen.


Gründungsveranstaltung für die neue "Familienpartei" in Seoul, Korea

Eine neue Kultur des Friedens, die über ein bloßes Nebeneinander-Leben hinausgeht - Friedensinitiative für den Mittleren Osten
Politiker, Akademiker und religiöse Führerpersönlichkeiten aus über 40 Nationen nahmen an einer fünf-tägigen Konferenz, organisiert von der Interreligious and International Federation for World Peace (IIFWP) in Washington DC Ende Februar teil. Das Treffen stand unter dem Titel "Middle East Peace Initiative - Beyond Co-Existence Toward a New Culture of Peace". Gleich am zweiten Tag wurde eine ausgewählte Delegation der Teilnehmer von Senator Richard Lugar, US Senate Foreign Relations Committee, zu einem Mittagessen in Capitol Hill empfangen. Teilnehmr dieses Empfangs waren u.a. Abdurrahman Wahid, ehem. Präsident von Indonesien, Abd-Elaziz Hegazy, ehem. Ministerpräsident von Ägypten, Rabbi Itzhak Bar-Dea des Rabbinats Ramat Gan in Israel und Dan Tichon, ehem. Vorsitzender des israelischen Parlaments, dem Knesset. - Dr. Chung Hwan Kwak, internationaler Präsident der IIFWP, bemerkte in seiner Ansprache, dass die Organisation vorher viele gutgemeinte Warnungen erhalten habe, weil die emotionale Atmosphäre bezüglich Mittlerer Osten so angeheizt sei: "Feindschaft und Konflikt zwischen Juden, Christen und Muslimen ist ein großer Skandal ... der einen Frieden unmöglich macht ... Wenn wir nur an unseren eigenen Vorteil denken, oder nur einen Vorteil für unsere eigene Religion oder Kultur gewinnen wollen, verhalten wir uns nicht wie führende Persönlichkeiten auf einer Weltebene. Wir repräsentieren dann eine engstirnige Haltung, die weder Gott gefällt, noch uns helfen kann, Lösungen für die kritischen Probleme unserer Zeit zu finden." - Rev. Moon sprach während der letzten Sitzung und regte die Teilnehmer mit pointierten Fragen zum Nachdenken an. Einen ausführlicher Bericht über die Konferenz veröffentlichte die IIFWP auf ihrer homepage.


Jüdische und muslimische Gelehrte in seltener Eintracht beim Treffen in Washington

Der Bundesgerichtshof zur Sorgfaltspflicht eines kirchlichen Sektenbeauftragten bei seiner Öffentlichkeitsarbeit
Die beiden Amtskirchen dürfen nur dann vor "Psychosekten" warnen, wenn sie ihren Vorwurf zuvor sorgfältig geprüft haben. Nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe haben die katholische und evangelische Kirche Einfluss in Staat und Gesellschaft. Deshalb müssen sie bei "amtlichen" Äußerungen über angebliche Sektenaktivitäten in noch stärkerem Umfang als der Normalbürger das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen und die Konsequenzen für deren wirtschaftliche Existenz beachten. Der BGH hat damit "die grundsätzliche Einstandspflicht der öffentlich-rechtlich verfassten Religionsgemeinschaften für schuldhafte Pflichtverletzung ihrer Bediensteten bei ihrem Wirken im gesellschaftlichen Raum unter dem Gesichtspunkt der Amtshaftung (§ 839 BGB i.V.m. Art. 34 GG)" bestätigt.

Rev. und Frau Moon feiern ihren 83. bzw. 60. Geburtstag
Am 6. Februar feierten Rev. und Frau Moon in der überfüllten Chamshil Sporthalle in Seoul mit über 20.000 Teilnehmern ihren 83. bzw. 60. Geburtstag. Beide Eheleute sind am gleichen Tag geboren. Der 60. Geburtstag von Frau Moon wurde besonders gewürdigt mit einem von der koreanischen Jugend extra dafür komponierten Musical "True Mother". Unter den Gratulanten waren Lech Walesa aus Polen und Pele aus Brasilien. Glückwunschtelegramme kamen von Kim Dae Jung, Präsident der Republik Korea, und Dennis Hastert, Sprecher des Hauses in den USA. In seiner Rede mit Titel "Gottes Wahre Liebe und eine befreite Beziehung zwischen Himmel, Erde und der Menschheit" erinnerte Rev. Moon an seinen lebenslangen Einsatz für Einheit unter den Religionen als Voraussetzung für die Verwirklichung des Weltfriedens. Ihn bei dieser Aufgabe tatkräftig zu unterstüzten, so Rev. Moon, wäre das beste Geburtstagsgeschenk, das man ihm machen könnte.


Geburtstagsfeier in der Chamshil Sporthalle in Seoul, Korea

Feierliche Einweihung des Chungshim Klinikums in ChongPyong, Korea
Im Beisein von sechs Kongressabgeordneten und hohen Vertretern des Gesundheitsministeriums der Republik Korea fand am 5. Februar die Einweihung des Chungshim Klinikums statt. Der Bau des 10 Stockwerke hohen Gebäudes begann im Herbst 2000 und fand erst vor wenigen Wochen seinen Abschluss. Frau Hak Ja Han Moon, die den Vorsitz des Verwaltungsrates einnehmen wird, gab in ihrer Ansprache zu bedenken, dass nach Gottes ursprünglichem Plan Seine Kinder geistig und körperlich vollkommen gesund sein sollten: "Ein Hospital ist wie eine Mutter. Es sollte sich um seine Patienten genauso kümmern, wie eine Mutter sich um ihre Kinder kümmert." - Das Klinikum ist eine einzigartige Kombination aus westlich und östlich geprägter Medizin. Es beherbergt sieben Abteilungen der klassischen westlichen Medizin und drei der östlichen Medizin.


Das Chungshim Klinikum in ChongPyong

Weltgipfeltreffen tagt vom 4. bis 7. Februar in Seoul
Über 100 ehemalige Spitzenpolitiker aus aller Welt versammelten sich am 4. Februar im Lotte Hotel in Seoul zu einer Konferenz mit den Titel "Leadership and Governance". Sprecher der Eröffnungsveranstaltung waren Lech Walesa, ehem. Präsident von Polen und Noblepreisträger, Frau Betty Williams aus Nord-Irland, ebenfalls Nobelpreisträger, Abdurrahman Wahid, ehem. Präsident von Indonseien und Allan Kemakaze, Ministerpräsident der Solomon Inseln. In seiner Gründerrede mit Titel "Gottes Vaterland und das Zeitalter des Königtums in Chon-il Guk" rief Rev. Moon alle Teilnehmer auf, Jesu Worte, nämlich zuerst nach Gottes Königreich und Seiner Gerechtigkeit zu streben, gerade auch in der heutigen Zeit sehr ernst zu nehmen. Die nachmittäglichen Gesprächsrunden hatten die Situation von Nord- und Südkorea, sowie die Lage im Mittleren Osten zum Gesprächsthema. In seiner Rede anlässlich des Abschiedsbanketts "Lasst uns gemeinsam eine Welt des Friedens errichten" ermutigte Rev. Moon alle politisch und religiös Verantwortlichen, bei der Errichtung einer Welt des Friedens eine aktive Rolle zu spielen: "Aber Gläubige aller Religionen sollten zuerst drei mögliche Schwachpunkte kennen und überwinden: Erstens ihre Neigung, zu sehr jenseitsorientiert und zu wenig realistisch zu sein; zweitens die Gefahr engstirnig und kleingeistig zu werden, und drittens die Möglichkeit, dass ihr Glaube fanatische Züge annimmt. "


Eröffnungsveranstaltung des Weltgipfeltreffens in Seoul

 

 

15.11.2003