Antwort auf die Behauptungen des Herrn DI Friedrich Grieß über die Theologie der Vereinigungskirche

Aus einem Brief von Johann Stampf an DI Grieß

Der "Sektenexperte" DI Friedrich Grieß schreibt:

(1) Zu der "Theologie" dieser Bewegung möchte ich Ihnen noch - als meine Privatmeinung - sagen, daß ich echte Religionen wie z.B. den Hinduismus oder den Islam durchaus achte. Beim "Munismus" kann von einer echten Religion keine Rede sein.

(2) Es ist ein untauglicher Versuch, eine bestehende Religion - das Christentum - auszuhöhlen, 

(3) bei Übernahme äußerlicher Formen - womit man natürlich viele Leute täuschen kann - ihres eigentlichen Kernes zu berauben und lächerlich zu machen.

(4) Der Anspruch, mit einer Theologie, die keiner der bestehenden christlichen Kirchen und Gruppen auch nur im mindesten ähnlich ist, eine "Vereinigung" aller Christen anzustreben, ist absurd.

  1. Die Theologie des Munismus, so behaupten Sie, kann keine "echte Religion" sein. Erstens einmal gibt es keinen "Munismus". Das ist wahrscheinlich eine der griffigen Wortschöpfungen von irgendwelchen selbsternannten Sektenexperten, die möglicherweise nicht einmal das gründlich studieren, was sie in der Öffentlichkeit schärfstens kritisieren. Wenn man bei der Vereinigungsbewegung von einem "Ismus" sprechen will, so heißt der "Gottismus". Wenn Sie wissen wollen ob es sich dabei um eine "echte Religion" handeln kann, lesen Sie bitte den vielbeachten Essay aus dem Time Magazin vom 7. 4. 97., wo es um eine sehr interessante Sicht über Kulte und Religionen geht. Weiters möchte ich an dieser Stelle auf die Austria Presseagentur Meldung Nr. 615 vom 27. Februar 1997 hinweisen, wo es wörtlich heißt: Genf. Der Sonderberichterstatter der UNO-Menschenrechtskommission für die Freiheit der Religionsausübung, Abdel-Fattah Amor, hat die weltweite Diskriminierung der Sekten verurteilt. Sekten hätten das gleiche Recht auf Schutz wie anerkannte Religionen, erklärte er in seinem am Donnerstag in Genf veröffentlichten Bericht an die UNO-Menschenrechtskommission. Die großen Religionsgemeinschaften seien im Prinzip nichts anderes als erfolgreiche Sekten, erklärte Amor in dem Bericht. Es gebe zahlreiche Beispiele für religiöse Bewegungen, die, ursprünglich als Sekten geltend, sich mit der Zeit zu anerkannten Religionen entwickelt hätten. Alle religiösen Bewegungen müßten gemäß der universellen Menschenrechtserklärung ein Recht auf Schutz und Anerkennung genießen.
  2. Entgegen Ihrer Behauptung: "Der Munismus ist ein untauglicher Versuch eine bestehende Religion - das Christentum - auszuhöhlen, bei Übernahme äußerlicher Formen - womit man natürlich viele Leute täuschen kann - ihres eigentlichen Kernes zu berauben und lächerlich zu machen", hat die Vereinigungsbewegung absolut keine Ambitionen das Christentum "auszuhöhlen". Im Gegenteil, das Christentum sowie das Judentum sind wesentliche Grundpfeiler der Vereinigungsbewegung.
  3. Außer dem Amen im Gebet weiß ich nicht, welche "äußeren Formen" die Vereinigungsbewegung vom Christentum übernommen haben sollte. Ich bitte um nähere Aufklärung darüber, was Sie hier konkret meinen. Wir haben eigene Feiertage sowie eigene religiöse Handlungen und Zeremonien. Die Tatsache, daß wir am Sonntag Feierstunden abhalten oder die Bibel studieren und dergl. hat mit einer Aushöhlung des Christentums absolut nichts zu tun. Es dient lediglich der Inspiration, der eigenen Fortbildung und dazu, das Verständnis zu vertiefen.
  4. Weiter heißt es in Ihrem Schreiben: "Der Anspruch, mit einer Theologie, die keiner der bestehenden christlichen Kirchen und Gruppen auch nur im mindesten ähnlich ist, eine Vereinigung aller Christen anzustreben, ist absurd". Dazu wäre zu sagen: Das Christentum hat seit Petrus und Paulus versucht eine Einheit herbei zu führen. Im Laufe der Zeit hat es sich aber in einige hundert, teils sogar rivalisierende, Glaubensbekenntnisse aufgesplittert. Eine Vereinigung auf dieser 2000 jährigen Tradition der Abspaltung ist ohne Hilfe von außen wohl nicht so schnell zu erwarten. Ich lade Sie aber gerne ein, das Vereinigungspotential der Göttlichen Prinzipien endlich zu studieren, bevor Sie es, unter dem Deckmantel eines Experten, kritisieren und als "destruktiv" verurteilen. Durch das Studium der Göttlichen Prinzipien würden Sie auch verstehen, daß sie das Christentum absolut keines "Kernes" berauben und schon gar nicht lächerlich machen wollen. Lächerlich wird das Christentum in diesem Zusammenhang vielmehr von Leuten gemacht, die glauben, die Sicht der Göttlichen Prinzipien zu verstehen ohne sie jemals ernsthaft studiert zu haben. Von solchen Personen werden oft unqualifizierte Behauptungen aufgestellt, die bestenfalls deren eigene Sicht wiedergeben, mit den Göttlichen Prinzipien aber nicht übereinstimmen. Aus meiner Sicht ist es nicht gerechtfertigt anzunehmen, daß sich die zersplitterten Christen ohne Hilfe von außen vereinigen können. Ich habe auch noch niemand gehört, der solches ernsthaft behauptet hätte.
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  6. Wenn Sie die Göttlichen Prinzipien tatsächlich studiert hätten so wüßten Sie, daß jeder, der die Göttlichen Prinzipien studiert weiß, daß sie von Rev. Mun sind. Was soll es da zu täuschen geben? Daß nicht bei jeder Einführung oder dergl. andauernd der Name Rev. Mun fällt hat hauptsächlich zwei Gründe: 1. Es dreht sich nicht um einen Personenkult, sondern um Sachthemen. 2. Die sogenannten Sektenexperten haben die Atmosphäre in der Öffentlichkeit bereits gehörig vergiftet. Wir sind Manns genug, unsere Sachthemen selbst zu wählen. Aufgrund unrichtiger "Aufklärung" wird in vielen Leuten ein höchst fragwürdiges Bild geweckt, wenn sie den Namen "Rev. Mun" hören. Wenn die "Aufklärer" schon solche Bildungslücken aufweisen, wie muß das erst bei Personen sein, die sich auf deren Information verlassen?

 

Der "Sektenexperte" DI Friedrich Grieß schreibt:

(A) Destruktiv an der Mun-Bewegung ist die weitgehende Vereinnahmung der Mitglieder bis in ihre intimsten Sphären hinein, z.B. bezüglich der Partnerwahl.

(B) Absurd ist, daß ein Mann, der nachweislich mehrmals verheiratet war, behauptet, für jeden Menschen den passenden Partner zu kennen. Fragt sich denn niemand seiner Anhänger, warum er für sich selbst nicht von Anfang an den passenden Partner wußte?

(C) Und wie lange hat Herr Mun in einer Zeit, wo sich alle Menschen in der Welt um den Frieden bemühen, den 3. Weltkrieg Propagiert?

(D) Schließlich hat die Mun-Bewegung bis vor kurzem noch den Grundsatz vertreten, man dürfe den Neuangeworbenen nicht gleich alle "Wahrheiten" sagen, sondern erst dann, wenn sie emotional genügend konditioniert sind (heavenly deception) . Dieser Grundsatz wurde dann, offenbar wegen schlechter PR, aufgegeben.

(E) Aber auch heute noch wissen viele nicht, die sich für die "Frauenföderation für Weltfrieden" oder die schon erwähnte "Familienföderation für den Weltfrieden" oder eine andere der zahlreichen Unterorganisationen begeistern, daß sie eigentlich die Mun-Bewegung unterstützen.

(F) Bei einer ehrlichen Religion ist die Zugehörigkeit von Teilorganisationen, die nicht sektenartig sind, gewöhnlich aus dem Namen erkennbar, z.B. "Katholischer Familienverband", Buddhistisches Zentrum, "Israelitische Kultusgemeinde" usw.

Nun zu Ihren Begründungen die zeigen sollen, daß die Munbewegung ein"destruktiver Kult" sein soll:

 

  1. (Stichwort: Die weitgehende Vereinnahmung der Mitglieder bis in die intimsten Sphären hinein.- Partnerwahl!) Es ist für mich nicht ungewöhnlich, ja, ich möchte fast sagen es ist geradezu ein Wesensmerkmal einer Religion, daß sie einen bis in die intimsten Sphären hinein berührt und vereinnahmt. Das zeigt sich beispielsweise an der Ehelosigkeit von katholischen Priestern und Ordensleuten. Das zeigt sich in den drei Gelübden der Ordensleute: Armut, Keuschheit und Gehorsam ebenso wie in der alten klösterlichen Regel: Ora et labora (Bete und arbeite). Dennoch ist das keine alleinige Eigenheit der christlichen Kultur. Ähnliches gilt auch für buddhistische Mönche und für indische Yogis, um nur einige Beispiele zu nennen. Ist nicht auch die Beichte eine sehr intime Angelegenheit? Jesus geht sogar so weit daß er sagt: Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert. (Matth. 10:37-39) Von der Taufe über die Hochzeit bis hin zum Begräbnis spielt die Religion im Leben eines Gläubigen eine wichtige Rolle. Religion bedeutet weniger eine "Gehirnwäsche", als vielmehr eine Reinigung des Herzens. Darauf zielen die 10 Gebote und die meisten Gleichnisse von Jesus ebenso ab wie die Reinkarnationslehre oder der Islam. Ich glaube, Sie werden die Tatsache, daß sich Leute den Partner fürs Leben von Rev. Mun vorschlagen lassen, erst verstehen, wenn Sie die Göttlichen Prinzipien ernsthaft studieren. Nur dort finden Sie die dafür nötigen Informationen und nicht in irgendwelchen Anti-Sekten Büchern. Es genügt auch nicht ganz die protestantische Theologie zu studieren, um die Ehelosigkeit der katholischen Priester zu verstehen - obwohl beide christlich sind.
  2. Zur Tatsache, daß Rev. Mun mehrmals verheiratet war kann ich nur sagen: das stimmt. Aber studieren Sie bitte die Göttlichen Prinzipien - besonders die Abschnitte wo es um Freiheit, persönliche Verantwortung, Wachstum, Liebe und die vier Erscheinungsformen der gefallenen Natur geht. All diese Themen werden in den Göttlichen Prinzipien ausführlich abgehandelt. Das kann Ihnen verstehen helfen, warum Rev. Mun mehrmals heiraten mußte. Meiner Meinung nach ist es von einem Experten nicht zu viel verlangt, seine Hausaufgaben zu machen und zumindest das, was er in der Öffentlichkeit als "destruktiv" hinstellt, vorher gründlich zu studieren.
  3. Ihre Anspielung auf den 3. Weltkrieg ( ..und wie lange hat Herr Mun in einer Zeit, wo sich alle Menschen in der Welt um Frieden bemühen, den 3, Weltkrieg propagiert?) zeigt einmal mehr, daß Ihnen Ihre eigene Interpretation der Göttlichen Prinzipien und der Aussagen von Rev. Mun wichtiger ist als Tatsachen. Tatsache ist, daß von Rev. Mun die Zeit des sogenannten "Kalten Krieges", das heißt, die Auseinandersetzung zwischen dem demokratischen und dem kommunistischen Block, als der 3. Weltkrieg bezeichnet wurde. Die Bezeichnung 3. Weltkrieg war und ist für Rev. Mun nur ein anderer Name für den sogenannten "Kalten Krieg".
  4. (Stichwort: Man dürfe Neuangeworbenen nicht gleich alle "Wahrheiten" sagen.) Bei einer Zeitung ist es gut möglich von hinten, beim Sport oder beim Fernsehprogramm, mit dem Lesen zu beginnen. Hier haben die letzten Seiten meist nichts mit den ersten gemeinsam. Bei einem Roman ist das schon anders aber auch bei einem Mathematik- oder Englisch- Lehrbuch. Hier ist immer ein klarer Aufbau und eine deutliche Struktur vorhanden und das aus gutem Grund. Was es heißt in einer von Sektenexperten "aufgeklärten" Umgebung zu bestehen, weiß ich nur zu gut aus eigener Erfahrung. Wenn es um eine konkrete Sache geht (Familie, Frauen, Sport, Jugend, Senioren, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Themen und dergl.) so finde ich es durchaus angebracht, auch bei der Sache zu bleiben. Wir haben es nicht nötig mit irgendwelchen Zauberformeln (das kommt von da oder dort her, deswegen muß es richtig sein) oder Personen (das hat der und der gesagt, daher muß es stimmen) um sich zu schmeißen. Ein Professor hat nicht deswegen recht weil er der Herr Professor sowieso ist, eine Kirche hat nicht deswegen recht, weil sie die Kirche sowieso ist, auch ein Fachmann hat nicht deswegen recht weil er der Fachmann sowieso ist und auch ein Arzt oder ein Psychiater hat nicht deswegen recht weil er einen berühmten Namen hat, aber alle haben soweit recht, soweit sie Probleme lösen und anderen helfen können. Auch ein Sektenexperte hat nicht deswegen recht weil er sich als solchen bezeichnet. Natürlich hat auch Rev. Mun nicht deswegen recht weil er Rev. Mun ist. Aber wenn Menschen auf der ganzen Welt, gleich welcher Hautfarbe oder Kultur, von seinem Gottesbild, seinem Menschenbild und seinem Weltbild profitieren, so ist das eine tolle Sache, die man nicht einfach ignorieren sollte.
  5. (Stichwort: Zurückhalten von Informationen über die Gründer von Organisationen - im besonderen über die Familienföderation für Weltfrieden und die Frauenföderation für Weltfrieden.) Die Gründungsansprachen, sowohl die für die Frauenföderation, als auch die für die Familienföderation für Weltfrieden, hat Frau Mun persönlich in Wien öffentlich gehalten. Die für die Frauenföderation im Hilton-Hotel, die für die Familienföderation im Austria-Center. Im Austria-Center wurde darüber hinaus auch die Gründungsansprache, die Rev. Mun in Amerika bei der weltweiten Gründung der Familienföderation für Weltfrieden hielt, Wort für Wort in aller Öffentlichkeit vorgetragen. Viele Leute aus Politik, Wirtschaft und Religion nahmen daran teil. Übrigens wurde diese Ansprache von Rev. Mun life und ungekürzt von einer Fernsehstation in den USA landesweit übertragen. Es geht also absolut nicht um irgend eine Geheimhaltung, obwohl das, bei dem Mißtrauen, das Sektenexperten über Rev. Mun immer wieder schüren, verständlich wäre. Es geht vielmehr um die Lösung von Sachproblemen, die uns alle angehen. Wenn tatsächlich dauerhafte Lösungen zustande kommen so zeigt das aber deutlich, daß sowohl die Ideen die dahinter stehen als auch die Wege, die eingeschlagen werden, ihre Berechtigung haben.
  6. Die Namensgebung von Organisationen richtet sich üblicherweise nach den Aufgaben, die sich eine Organisation stellt, sowie nach den Zielen, die sie verfolgt. Die Vereinigungsbewegung ist nicht bloß eine Kirche, vielmehr ist die Vereinigungskirche nur ein Teil der Vereinigungsbewegung. Viele Organisationen, die Rev. Mun gegründet hat werden nicht von Mitgliedern der Vereinigungskirche geleitet und geführt. Außerdem besteht der Personenkult, den sogenannte "Sektenexperten" hartnäckig immer wieder in unsere Bewegung hineininterpretieren möchten, nicht. Die meisten ideellen, interkulturellen und wirtschaftlichen Organisationen, die Rev. Mun gründete sagen durch ihren Namen das aus, worum es Rev. Mun immer gegangen ist, nämlich: "Vereinigung" und/oder "Weltfrieden". Übrigens "TONGIL", ein Name, der in vielen koreanischen Organisationen und Betrieben verwendet wird, heißt auch nichts anderes als Vereinigung. Auch die Internet Adresse der Vereinigungsbewegung ist www.tongil.org