Im Englischen schreibt man von links nach rechts, und hier an der Tafel schreibe ich von oben nach unten. Ihr würdet sagen. "Tag des Sieges", während die Orientalen ihn "Siegreichen Tag" nennen würden. Die Reihenfolge der Wörter ist umgekehrt, geradeso wie eure Hände Gegenstücke zueinander sind. Eure Hände werden eins, wenn ihr das Innere, die Handflächen, aufeinander legt, nicht Seite an Seite oder Handrücken auf Handrücken. Von euren Augen verläuft eine senkrechte Linie zu eurer Nase und eurem Mund, und eure Hände sollten auf derselben Ebene zusammenkommen. Das bedeutet, die Augen repräsentieren Gott und die Nase den Menschen. Wenn Gott, der Mensch und alles Übrige zusammenkommen, ist alles erfüllt.
Für die westliche Vorstellung ist es vielleicht ungewohnt, doch in der östlichen Vorstellung gibt es vierundzwanzig Jahreszeiten; die Zahl Vierundzwanzig setzt sich aus zwölf, dem Produkt von drei mal vier, zusammen. Jede Vier hat drei Punkte, also steht die Zahl Zwölf für das ganze Universum, die gesamte geschaffene Welt. Alle Vielfachen von zwölf können die Zwölf repräsentieren. Die rechte Seite, die zwölf zählt, stellt das Subjekt dar und die linke Seite, ebenso zwölf, das Objekt, und zusammen ergeben sie vierundzwanzig. In der geistigen Welt gibt es zwölf Jünger und um sie herum vierundzwanzig und zweiundsiebzig Älteste. In der physischen Welt sind zwölf auf jeder Seite. Das macht zusammen vierundzwanzig, und diese vierundzwanzig bilden ein Jahr. Die horizontale und die vertikale Linie oder Subjekt und Objekt werden so zu vollkommener Einheit.
Wenn ihr ein Kreuz zeichnet, zieht ihr dann zuerst den senkrechten oder den waagerechten Strich? Gewöhnlich zuerst den senkrechten. Welcher läßt sich leichter ziehen? Der Mensch betrachtet die Welt aus horizontaler Sicht. Wenn ihr etwas als eine gerade Linie bezeichnet, nehmt ihr zum Vergleich eine Waagerechte. Diese vertikale Linie schneidet sie in einem Winkel von neunzig Grad, sie ist das Lot.
Bei den chinesischen Schriftzeichen bedeutet das Kreuz außerdem die Zahl zehn. Welche der beiden Linien ist länger? Die Senkrechte. Warum sollte sie länger gezogen werden? Die Welt ist ein Kreis. Ist die Achse der Erde länger oder kürzer als der horizontale Durchmesser? Da sich die Erde um ihre Achse dreht, ist die Achse in eurer Vorstellung länger. Die vier Himmelsrichtungen können im Verhältnis zueinander unterschiedlich ausfallen, doch wie steht es mit der Achse? Wenn ihr euch das Universum als eine große Kugel vorstellt, sollte es eine Achse besitzen, die in Gott und dem Menschen verankert ist. Wo liegt der Mittelpunkt dieser Achse? Muß der Ursprung groß sein?
Dieser größere Teil kennzeichnet das Subjekt. Es erscheint ziemlich einfach, aber es gibt ein unfehl- bares Prinzip, nach welchem das Subjekt stets größer ist. Ist der Osten die Subjektseite oder der Westen? Wir können feststellen, daß die Menschen im Osten eine feste Beziehung zwischen Subjekt und Objekt aufrechterhalten, während die Leute im Westen eher horizontale als vertikale Beziehungen herstellen, besonders zwischen Mann und Frau. Sie glauben, verglichen mit horizontalen Beziehungen seien vertikale Beziehungen zweitrangig. Beispielsweise halten sie die Beziehung zwischen Ehepartnern für wichtiger als die zwischen Eltern und Kind. Selbst ihre horizontalen Beziehungen pflegen sie nicht geradeheraus und offen, sondern mit vielen Winkeln, die alles andere als rechtwinklig sind.
Das ist verwirrender, als wenn man Beziehungen knüpft, denen gewisse Prinzipien zugrunde liegen. Der Westen legt mehr Gewicht auf horizontale Beziehungen zwischen Mann und Frau, der Osten dagegen betont seit alters her die vertikalen Beziehungen, wie die zwischen Eltern und Kindern. Wenn eine Ehe geschlossen oder wieder aufgelöst wird, so geschieht das stets mit Rücksichtnahme auf die Eltern oder die Kinder des Paares. Im Westen ist die wichtigste Überlegung die, ob sich die Partner gut verstehen.
Im Westen dreht sich jeder um sich selbst. Weil die westlichen Menschen in horizontalen Begriffen denken, opfern sie ohne weiteres ihre vertikalen Traditionen. Der westliche Mensch handelt nach persönlichen Interessen, während der östliche Mensch wichtige Entscheidungen von seinen vertikalen Beziehungen abhängig macht. Das klingt doch wahr für euch, oder?
Wenn ihr sagt, jemand schreibe schön, so berücksichtigt ihr dabei auch, ob er in einer waagerechten Linie schreibt. Die Schriftzeichen stellen Worte dar, und Worte repräsentieren die Kultur. Also kann man sagen, der Westen hat eine horizontale Kultur, da er von links nach rechts schreibt. Im Osten sollte eine schöne Schrift in einer senkrechten Linie verlaufen. Wenn sie davon abweicht, gilt sie als schlechte Handschrift.
Warum haben wir solche Vorstellungen? Die zweite Linie sollte senkrecht auf der vertikalen Linie stehen. Das Kreuz steht für die Welt und das Universum. Daß Jesus am Kreuz starb, bedeutet, daß er für das Wohl der Welt lebte, der vollkommenen Einheit von vertikal und horizontal. Auch wenn der Mensch die Prinzipien der Geschichte vielleicht genau kennt, entwickelt sich das menschliche Leben und alles, was damit zusammenhängt doch nach bestimmten Prinzipien.
Der Mensch empfindet es bequem und richtig, die Hände mit den Handflächen zueinander zu falten, entlang der Linie, die Nase und Augen verbindet, anstatt waagerecht und parallel zum Boden. Auf diese Weise entsteht ein Kreis in der Ebene zwischen den Augen und den Händen. Eure Augen sehen am bequemsten in einem Winkel von fünfundvierzig Grad, nicht neunzig Grad. Der Mensch ist so geschaffen, und deshalb empfindet er dies am natürlichsten. Ebenso entsteht auf natürliche Weise ein Kreis zwischen den Augen und einem Gegenstand in einer Ebene. Wenn ihr das näher betrachtet, könnt ihr feststellen, daß es eine allgemeine Regel ist.
Was meinen wir mit dem Wort "siegreich"? Es beginnt da, wo zwei erfolgreich zusammenkommen. In der westlichen Tradition bedeutet siegreich zu sein, jemandem wie in einem Zweikampf entgegenzutreten, in dem einer den anderen besiegt und der Geschlagene den Schauplatz verläßt. Im Grunde aber sollte der Sieger Subjekt sein, und der Verlierer sollte die Objektseite einnehmen. Der Verlierer wird sich dem Sieger ergeben, und daraufhin werden sie eins miteinander, anstatt Gegner zu bleiben. Das ist das Prinzip in der Welt der Bewegung.
Ein Box-Club sollte "Club der Sieger" heißen. Im Westen gilt der Kämpfer, der alle anderen schlägt, als alleiniger Sieger. Hätten die westlichen Menschen erkannt, daß es noch ein anderes Prinzip gibt, das zwischen Gewinner und Verlierer regiert, dann wäre nur einmal gekämpft worden, und der Kampf hätte sich nicht ständig in der Geschichte wiederholt. Wenn sich zwei Männer im Kampf messen, wird der Verlierer nicht vom Platz gehen, sondern er wird dem Sieger folgen und am Leben bleiben. Alle, die dem Verlierer gefolgt waren, werden auf die Seite des Siegers kommen und auch weiterleben.
Dann werden in Wirklichkeit beide führen. Hätte der Mensch das Universum erforscht und diese universalen Prinzipien entdeckt, wie anders wäre dann die Geschichte verlaufen und wie bald hätten die Kämpfe aufgehört! Die westliche Vorstellung von "der-Sieger-nimmt-alles" beim Zweikampf wäre schon vor langer Zeit verschwunden. Siegreich würde nämlich bedeuten, den Verlierer anzunehmen und nicht, jede Verbindung zu ihm abzubrechen. Vielmehr würde der Sieger den Verlierer für sich gewinnen, und sie würden zusammen weiterleben.
Für Sieger und Verlierer wäre es besser gewesen, wenn sie zusammenlebten, anstatt daß der Sieger den Verlierer von der Bildfläche verjagte und allein zurückblieb. Das wäre nämlich überhaupt kein Sieg. Er hätte dann besser daran getan, überhaupt nicht zu kämpfen. Wenn westliche Nationen aufeinanderprallen, verursachen sie nur großen Lärm. Wenn sie aber stattdessen bei einem Zusammentreffen einander umarmen und aneinander festhalten, werden sie weiterbestehen. Sie sollten sich entschließen, aneinander festzuhalten, wenn sie zusammentreffen, und nicht einander zurückzustoßen.
Auch wenn nicht beide Seiten so denken, sondern nur eine diese Einstellung hat und den anderen zu fassen bekommt, kann dieses Prinzip wirken. Für die heutige westliche Welt bin ich ein Problemfall. Nicht ich greife die Weit an, vielmehr greift die Welt mich an. Ich schlage vielleicht etwas Neues, etwas ganz Anderes vor, aber nicht, um die Welt zu vernichten, sondern um sie auf den richtigen Weg zu bringen. Gerade so, wie sie es während der gesamten Geschichte praktizierten, möchten die westlichen Menschen auch jetzt ihren Gegner beseitigen. Das gelingt ihnen jedoch nicht, solange dieses universale Prinzip besteht. Dann werden sich alle Verlierer am Sieger festhalten und am Leben bleiben. Die Leute stellen sich nicht von sich aus gegen die Vereinigungskirche, sie folgen lediglich einer starken Persönlichkeit, die uns bekämpft. Wenn dieser Mensch später einmal geschlagen ist, wird jeder, der ihm folgte, voller Verwirrung um sich blicken, doch dann werden sie sich auf meine Seite schlagen und weiterleben.
Siegreich in der Vereinigungskirche ist derjenige, der sich stets bemüht, am anderen festzuhalten und ihn zu erlösen, indem er danach strebt, eins mit ihm zu werden. Geschlagen ist nur, wer seine Sachen packt und geht. Der Siegreiche sollte versuchen, sich am Geschlagenen festzuklammern und ihm zu sagen: "Wir müssen zusammenhalten!"
Diese Regel können wir auf uns selbst anwenden. Folgen wir dem Vorbild eines siegreichen oder eines geschlagenen Menschen? Wenn ich euch das Leben schwer machte, dabei aber stets bemüht wäre, euch zu halten, damit ihr nicht fortlauft, würdet ihr bei mir bleiben. Wie aber, wenn ich euch nur einfach weiter antriebe, ohne zu versuchen, euch zu halten? Würdet ihr treu bleiben, ganz gleich was geschieht? Dann würde der Himmel euch segnen, selbst wenn er mich nicht segnete. Klingt das richtig oder falsch?
Werdet ihr wahre Menschen sein oder solche, die sich durch das universale Gesetz besiegen lassen? Wenn ihr zum Sieg entschlossen seid, werdet ihr die Welt in den Griff bekommen und sie auf ihren rechten Platz rücken. Diese Art zu denken ist wahrhaft groß. Wenn ihr einen anderen Menschen in den Griff bekommt, habt ihr die Wahl, ihn höher, geradewegs nach oben zu führen oder horizontal, direkt zum Mittelpunkt, Wenn ihr an diesem Punkt anlangt, fühlt ihr euch beide wohl, weil ihr eure natürliche Bestimmung erreicht habt.
Wählt ihr den vertikalen Weg, dann werdet ihr die waagerechte Linie kreuzen und bis zum Ende gehen. Wenn ihr den horizontalen Weg nehmt, werdet ihr diesen zentralen Kreuzpunkt finden und zur Ruhe kommen. Packt ihr einen anderen und versucht, ihn dahin mitzunehmen, wo ihr hinwollt, dann wird er sich wehren, weil er frei sein will. Erkennt er aber, daß ihr ihn immer höher hinauf oder zum Mittelpunkt führt, dann wird er nichts dagegen haben und sich nicht weiter dagegen sträuben. Gewöhnlich lassen sich die Leute nicht gerne ziehen, doch wenn man ihnen dazu verhelfen kann, sich beispielsweise mit dem Präsidenten anzufreunden, macht es ihnen nichts aus.
Ein großer Mensch nimmt andere bei der Hand und führt sie höher oder hin zum Zentrum. Ein siegreicher Boxer gibt niemals auf, bevor der Kampf nicht zu Ende ist, und er versäumt dann niemals, seinen Gegner bei sich zu behalten. Falls eure Hände versagen, könnt ihr eure Füße oder sogar den Mund zu Hilfe nehmen, um ihn da zu behalten. Sind beide Kämpfer gleich stark, dann wird der siegen, der bis zuletzt nicht aufgibt. Schließlich wird solch ein Mensch zum Mittelpunkt aller Dinge werden und über allen Dingen stehen. Was ist das Besondere an dieser Position? Gott selbst wird folgen müssen, ganz gleich was dieser Mensch mit der Welt anstellen möchte, und die Welt würde in ihm Hoffnung finden.
Wollt ihr, daß euer Leiter unentschlossen ist und von einer Seite zur anderen schwankt, vor und zurück, hin und her? So etwas mag ich nicht. Wie würde es euch gefallen, wenn ich mich von Zeit zu Zeit änderte, mal so, mal so? Warum würde es euch nicht gefallen? Weil das Universum es nicht mag.
Der siegreiche Mensch muß sich immer um das Höchste und um den Mittelpunkt der Dinge bewußt sein und den Wunsch haben, ihnen näher zu kommen. Wir wollen prüfen, ob das wahr ist oder nur irgendeine Ansicht. In der Geschichte der Wiederherstellung gibt es zwei lange Zeitabschnitte, das Alte-Testament-Zeitalter und das Neue-Testament-Zeitalter. Wer sind die siegreichen Menschen in diesen Zeitabschnitten? Besaß Noah Ausdauer? Oder gab er auf, als es schwierig wurde? Obwohl niemand ihn verstand, hielt Noah an seiner Überzeugung fest, daß er für Gott wichtig war.
Wer sonst gab nie auf, sondern kämpfte unermüdlich weiter? Jakob. Er wollte das Erstgeburtsrecht gewinnen. Wenn sich die Leute auch fragten, was er wohl im Schilde führte, er machte einfach weiter. Jakob dachte, er könnte das Erstgeburtsrecht erlangen, wenn er in allem besser wäre als sein Bruder Esau, wenn er Gott mehr diente und seinem Volk mehr Aufmerksamkeit widmete als er. Jakob faßte sein Ziel schon ins Auge, als er seinen Kurs begann, das heißt, er hatte eine Vision von der Zukunft und begann dann seinen Kampf. Esau dagegen sorgte sich nicht so sehr um die Zukunft, sondern lediglich um die Gegenwart.
Hat ein siegreicher Mensch von der Zukunft oder von der Gegenwart eine klarere Vorstellung? Gott lebt eindeutig in der, Gegenwart, aber noch mehr Nachdruck legt Er auf die Zukunft. Das Morgen kommt auch für den Menschen, der sich nur um das Heute kümmert. Wenn sich ein Mensch die Gegenwart wie auch die Zukunft vorstellen könnte, worauf würde er dann den Schwerpunkt legen? Würde jemand, der ein leichtes Leben haben möchte, auf die Gegenwart schauen öder auf die Zukunft?
Bisher dachtet ihr, Erlösung gelte hauptsächlich euch selbst. Hier in der Vereinigungskirche aber bemühen wir uns, Gott und die Welt zu erlösen; ihr selbst seid ganz zum Schluß an der Reihe. Was für eine Erlösung ist das? Wenn ihr fest daran glaubt, daß es wichtiger ist, Gott zu erlösen, kann Er nicht anders, als euch zu lieben. Auch ich würde solch einen Menschen lieben, ganz gleich, welche Schwierigkeiten noch auf uns zukämen. Überall in der westlichen Weit suchte ich bisher nach solch einem Menschen, aber bis jetzt habe ich noch keinen gefunden. Gibt es hier irgend jemanden, der von sich behaupten kann, er sei schon immer solch ein Mensch gewesen und ich hätte ihn lediglich übersehen?
In der Vereinigungskirche geschieht fast alles in umgekehrter Weise. Es ist kein Geheimnis, daß unsere Mitglieder nicht für die Gegenwart heiraten. In Wahrheit ist die Gegenwart die leidensreichste Zeit. Wir heiraten für die Zukunft und für unsere Nachkommen. Das ist zwar nicht leicht, aber unsere bessere Einsicht heißt uns so zu handeln. Stellt euch vor, der bestaussehende Mann der Welt würde sich entschließen, die häßlichste Frau der Welt zu heiraten, weil er fühlte, daß sie im Hinblick auf die Zukunft die ideale Partnerin für ihn sei. Wären die Leute glücklich oder wären sie verlegen, wenn sie sich das Paar anschauten? Wer würde sich über ihr Glück freuen, die Leute, die diese Idee befürworteten oder diejenigen, die sie ablehnten?
Dieses Ehepaar mag vielleicht sehr ungleich erscheinen, aber ein Ehemann, der dieses Ziel für die Zukunft verfolgt, wird hoch über den anderen stehen und deshalb der Mittelpunkt sein. Sollte die Geschichtsschreibung dieses Ereignis festhalten, um es für die Erziehung anderer Leute anzuwenden, oder sollte sie mißbilligend über dieses Paar schreiben? Das Heute ist immer kurz, aber die Zukunft dauert ewig.
Daß ich berühmt bin, wißt ihr. Bin ich aber dadurch ein anderer Mensch geworden, als ich zuvor war? Ich bin berühmt, weil ich konsequent bin und viele Widerstände von riesigen Ausmaßen überwunden habe. Für mich ist es unwichtig, ob sich die gesamte freie Welt oder die kommunistische Welt gegen mich stellen. Ich werde mich nicht beirren fassen. Gott steht auf meiner Seite, deshalb bekümmert mich nichts. Ich bin stets darauf bedacht, andere festzuhalten; und der Sieg gehört immer solchen Menschen. Dasselbe gilt auch für euch, wenn ihr mit einem Menschen verheiratet seid, den niemand gerne hat. Auch wenn euch die Tränen fließen, klammert euch an diesen Menschen und laßt ihn niemals gehen, selbst wenn ihr ihn beißen müßtet. Selbst wenn er euch töten will, solltet ihr an ihm festhalten. Seid nicht wie ein typischer Amerikaner, der sehr nett ist, aber eines Tages nur "Good bye" sagt und verschwindet.
Ihr fragt euch vielleicht, warum ich so viel Zeit auf dieses Thema verwende; es ist jedoch wichtiger als ihr denkt. Ich weiß, wie euer Ideal im täglichen Leben aussieht. Jakob hätte es nichts ausgemacht, ob er nun sieben, einundzwanzig oder zweihundertundzehn Jahre hätte durchhalten müssen, um zu siegen. Als er erklärte, er wäre ein besserer älterer Bruder als Esau, und dies auch tatsächlich vorlebte, konnte ihn niemand mit Recht dafür tadeln. Der Sieger muß bei seinem Gegner bleiben, um wirklich siegreich zu sein. Jakob besaß diese Haltung, und das zählte.
Diesen einen Punkt befolgte ich stets genau, beispielsweise in der ökumenischen Bewegung. Viele Kirchen und Konfessionen streiten sich darum, wer recht hat und wer nicht. Ich beauftragte Rev. Lee, der heute morgen hier ist, sich der ökumenischen Arbeit anzunehmen, um Einheit unter den Religionen zu schaffen. Hätte er aufgegeben, dann hätte es keine Ökumene gegeben. Er aber heftete sich daran, ungeachtet dessen, was die Leute über ihn redeten. Weil ich ihm diese Arbeit aufgetragen hatte, dachte er niemals daran aufzugeben. Wenn Rev. Lee mit einem Pfarrer einmal in Verbindung getreten ist, läßt er nicht locker, sondern arbeitet unermüdlich daran, ihn auf eine höhere Ebene zu bringen. Er spürt bis ins Innerste, daß Gott durch viel schwierigere Situationen hindurchgehen würde, um die Menschen, die ihn betrogen, zu erlösen. Rev. Lee erfaßte dies schon vor vielen Jahren.
Ich gebe niemals auf, bevor ich eine Sache nicht irgendwie zum Erfolg geführt habe. Wenn ich ein Geschäft einmal begonnen habe, gebe ich es niemals auf und schließe auch keinerlei Kompromisse. Während der vergangenen drei Tage unternahm ich eine unglaubliche Reise. Ich tat alles, was die Zeit nur irgendwie erlaubte, und schlief während dieser Tage insgesamt nur drei Stunden. Im Verlauf meiner Reise fuhr ich auch nach Alaska. Auf dem Rückweg nach New York wechselte ich viermal das Flugzeug, so daß ich eigentlich den ganzen Tag lang flog und um Mitternacht ankam. Auch wenn die Leute um mich herum zu müde sind, um sich noch auf den Beinen zu halten - mich hindert das nicht, ich arbeite weiter. Ich hatte beschlossen, im Flugzeug zu schlafen, so weit ich schlafen müßte - auch wenn ich nicht müde sein sollte - um diese Zeit zu sparen. Deshalb schlafe ich, wann immer ich von einem Ort zum anderen fahre, im Flugzeug oder im Auto.
Gestern rief ich Rev. Kwak von Seattle aus an und bat ihn, er möge sich um den Morning-Service kümmern, weil ich möglicherweise zu spät kommen würde und nicht dabei sein könnte. Dann aber beschloß ich, doch zu kommen und zu sprechen. Um zwei Uhr zwanzig nachts kam ich zurück. Bis ich dann die nächstliegenden Dinge erledigt hatte, wie etwa für den Sonntag ein Bad zu nehmen usw., blieb mir nicht mehr viel Zeit bis halb fünf. Als ich aufstand, war mein erster Gedanke: ich muß zu den Mitgliedern sprechen. Gefällt euch das?
Dieses Thema erscheint vielleicht trügerisch einfach, aber die Wahrheit ist nie kompliziert. Wenn ihr das Prinzip kennt, nach dem Gott arbeitet, und auf dieselbe Weise handelt, habt ihr den wesentlichen Aspekt des Sieges begriffen. Ich betrachte alles von dem Gesichtspunkt aus, wer diese Lebensweise besser praktizieren kann und wer die größere Chance hat zu siegen. Wenn ich Deutschland und Amerika vergleiche, komme ich zu der Überzeugung, daß wahrscheinlich die Deutschen siegen würden. Die Deutschen lächeln niemals, aber sie denken im allgemeinen viel ernsthafter über ihre Zukunft und ihr Land nach als die Amerikaner. Die Amerikaner lachen und scherzen andauernd. Es ist besser, nicht mit jemandem zu lachen, der viele Witze macht, auch wenn seine Witze lustig sind. Ein Scherz ist nicht von Dauer, auch wenn er unterhaltsam ist. Mit der Zeit ist er vergessen. Also ist es Zeitverschwendung.
Wer in einer schwierigen Situation standhalten muß, braucht Schlagfertigkeit, Witz und Feingefühl. Wer Tag für Tag betteln geht, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, muß stets wachsam und aufgeweckt sein.
Der Kern einer Sache liegt immer tief im Inneren verborgen und ist nicht zu sehen. Dem westlichen Menschen fällt es schwer, sein Inneres zu verbergen, ein anderer kann sehr leicht erkennen, was er im Sinn hat. In der kurzen Zeit von drei Tagen kann man erfahren, was in seinem Inneren vor sich geht. Die Chinesen hingegen lassen - sehr typisch für sie - nicht erkennen, was sie in sich tragen. Sie sind klein und haben ein flaches Profil, eine flache Nase und Augen, die nicht sehr tief liegen. Sie scheinen ständig zu blinzeln, das ist alles. Aber diese Augen strahlen fortwährend, und die Chinesen haben immer irgendeinen Gedanken im Kopf. Ihr Innerstes liegt tief verborgen. Ein Amerikaner sagt vielleicht, in ihnen gehe nichts vor, aber das stimmt natürlich nicht. Wie auch könnten sie das Tiefgründige und Erhabene offenbaren, das man doch nicht zeigen sollte? Wenn man das tiefe Innere eines Menschen sehen kann, ist er vielleicht nicht tiefgründig genug.
Ist es schwierig oder einfach, mit mir zusammenzutreffen? Für die Welt ist es beinahe unmöglich, mich zu treffen, aber ihr seid hier bei mir. Vereinigungskirchenmitglieder haben es leicht mich zu sehen, weil ich mich selbst ständig für sie verfügbar mache. Auch Jakob suchte stets die günstigste Gelegenheit und blickte in die Zukunft. Wenn ihr in dieser Weise denkt, versteht ihr besser, was Jesus mit den Worten meinte: "Liebet eure Feinde". Hätte Jesus diese einfachen Worte nicht ausgesprochen, dann hätten die westlichen Menschen niemals ihre Feinde geliebt, geschweige denn zweimal daran gedacht, daß sie versuchen sollten, an ihnen festzuhalten.
In den Westernfilmen kommen manchmal Szenen vor, in denen ein Mensch oder ein Tier von einer giftigen Schlange gebissen wird. Sein Begleiter weiß, daß der Verletzte die Reise bis zum nächsten Ort, wo er Hilfe bekäme, nicht überleben wird. Deshalb entschließt er sich, ihn an Ort und Stelle zu erschießen, um ihm die Qualen eines langen, allmählichen und unvermeidlichen Todes zu ersparen. Ist es für einen Menschen oder für ein Tier besser, eines natürlichen Todes zu sterben, oder ist es besser, daß ein anderer sein Leben verkürzt? In fast jedem dieser Filme wird der Mensch oder das Tier erschossen. Es ist bequem, den Schluß zu ziehen, jemand werde ohnehin nicht überleben, warum also das Unvermeidliche nicht beschleunigen? Wenn jemand in jeder Situation so denkt, muß man seine Grundsätze ernstlich in Frage stellen.
Ein Orientale bliebe so lange, bis das Tier oder der Mensch auf natürliche Weise sterben würde, dann würde er den Leichnam begraben und erst danach weiterziehen. Er würde niemals schießen und dann fortgehen. Welche Methode steht wohl mehr in Einklang mit dem universalen Prinzip? Es ist besser, bis zum natürlichen Tod zu warten. Aus dieser Sicht könnt ihr euch ein Bild davon machen, an welchem Punkt der Geschichte wir heute stehen.
Ich sehe ein, daß ihr das alles vermutlich leichter annehmen könntet, wenn ihr es von einem Weißen hören würdet. Wenn jedoch ein Mann aus Korea, einem Land, das heute viele Probleme hat, euch das erzählt, ist es wahrscheinlich nicht so angenehm. Aber ich sage das nicht deshalb, weil ich Orientale bin. Es spielt keine Rolle, welcher Rasse ich angehöre; was ich sage und was ich bin wird sich niemals ändern.
Jakob hatte die Haltung, niemals aufzugeben, sondern sich stets weiter darum zu bemühen, Esau den Segen zu bringen. Ohne Jakob hätte Esau nie den Segen erhalten. Laßt uns noch einen Menschen aus der Geschichte anführen, der dieses Prinzip vorlebte. Mose war beständig ein guter Mensch, aber er erreichte den notwendigen Standard nicht, weil er im Zorn die Steintafeln zerbrach. Er hatte ein hitziges Temperament und gab schnell auf.
Jesus hatte nur ein kurzes Leben. Doch was er tat, hatte Inhalt, denn er lebte für die Zukunft. Vor allen Dingen beschloß er, ständig weiterzuarbeiten, um Gottes Sohn zu bleiben - koste es ihn auch tausend Jahre. Er spürte das bis ins Innerste seines Herzens. Selbst im Augenblick des Todes umarmte er seine Feinde, die ihn töteten. Obwohl er starb, erfüllte er die Anforderungen, die ihn zu einem siegreichen Menschen machten. Die Voraussetzungen für seinen Sieg in der Zukunft erfüllte er zu diesem Zeitpunkt.
Jeder große religiöse Führer folgt diesem Muster. Er wird alles aufgeben; aber an seiner Zukunftsvision wird er festhalten, weil er weiß, daß sie sich letztlich erfüllen wird. Auch wenn er mit unmöglichen Leuten zusammentrifft, ist er sich bewußt, daß er mit all ihren Problemen fertigwerden und sie dazu bewegen muß, sich zu ändern.
Die Größe der Vereinigungskirche liegt in ihrer Vision, in ihrer Entschlossenheit, nie nachzulassen, ganz gleich wie schwierig ihr Weg sein mag. Sie besitzt eine großartige Vision und ist dennoch realistisch, was die Gegenwart angeht. Wir werden heute mit allem fertig, wir erdulden unmögliche Leute. Aus diesem, Grund besuchen wir bezeichnenderweise gerade die Leute, die unsere Ansichten ablehnen und uns verfolgen. Die Leute werden euch angreifen, wie sie mich als Person, als Familie und auf jeder höheren Ebene angriffen. Wenn ihr auf einen Gegner stoßt, dann schafft ihn nicht aus dem Weg, wie ein Westlicher zu tun geneigt wäre, sondern umarmt ihn und lebt mit ihm zusammen.
Die universale Kraft schützt solch einen Menschen, und bei Gott findet er Anerkennung. Der Himmel wird diese Einstellung unterstützen. Wenn Gott sich streng an dieses Prinzip hält, wird Er mit Sicherheit am Ende sein Ideal verwirklichen. Falls ein Mensch diesen Grundsatz befolgt, wird er mit Gewißheit siegreich sein. Ich muß auf jeden Fall diese Anforderungen erfüllen.
Ein siegreicher Mensch strebt immer danach, den Gipfel zu erreichen und zum Mittelpunkt aller Dinge zu werden, indem er zäh und beharrlich weiterarbeitet. Er wird auf seinem Weg unmöglichen Leuten begegnen und mit ihnen zurechtkommen. Gott verfolgte haargenau diesen Weg. Er versuchte bei allen Ereignissen die zentrale Rolle zu spielen, um Sieger zu sein. Jeder, der denselben Weg einschlägt, den Gott und ich gegangen sind, wird ebenfalls siegreich sein. Wenn ihr die Bedeutung dieses Prinzips wahrhaft begreift und es anwendet, wird alles ganz von selbst zur Einheit zusammenfinden.
Jesus sagte, er werde am Ende der Welt kommen. Die frühe Christenheit nahm ihren Anfang im Römischen Reich, und Jesus beauftragte seine Nachfolger, das Evangelium bis ans Ende der Welt zu tragen, bis es keine Feinde mehr gäbe. Wird die Vereinigungskirche in Korea, wo sie begann, stärker wachsen und gedeihen, oder in Amerika oder in der Welt? Laßt uns die demokratische Welt und die kommunistische Welt in uns aufnehmen, auch wenn es unmöglich erscheint. Selbst die Hölle müssen wir verdauen und alles, was es sonst noch an höchst Widerwärtigem gibt.
Der einzige Unterschied zwischen mir und den meisten übrigen Menschen besteht darin, daß ich diesen hohen Gedanken in mir trage. Wenn die Menschheit befreit ist, wird Gott dann nicht sagen, daß wir als nächstes die Hölle befreien sollen? Wenn das zutrifft, ist es nur folgerichtig, daß Gott, wenn Er hier auf die Erde hinabschaut, nur eine einzige Person sieht, durch die Er arbeiten kann: Rev. Mun. Auch wenn Millionen von Menschen mich als ihren Feind betrachten, Gott kann mich nicht verlassen. Ohne mich würde das Universum niemals sein Ziel erreichen. Während ich immer höher aufsteige, sinkt Amerika immer tiefer.
Wenn Amerika unter meinen Standard absinkt, werde ich ganz von selbst, ohne eigene Anstrengung, emporgehoben. Ich werde in meiner niedrigen Stellung bleiben, auch wenn ich dabei höher nach oben gelange, das heißt, ich werde beharrlich an meinen Widersachern festhalten und mit ihnen zusammenleben. Das ist nicht die Erfindung eines großen Menschen; es ist das Prinzip, das der Himmel während der ganzen Wiederherstellungsgeschichte anwandte. Wenn wir dementsprechend leben, werden wir unsere Ziele erreichen.
Das Leben eines solchen Menschen wird nicht einfach sein. Er wird auf viele verschiedene Arten weinen müssen und viele verschiedene Arten von Tränen kosten. Es ist ganz natürlich, daß er durch vieles hindurchgehen muß. Solch ein Mensch ist fähig, Gott ein tieferes Gebet darzubringen als jeder andere und Ihn mit seinen Bitten mehr zu bewegen. Gott muß einem Menschen zuhören und eine Richtung verfolgen. Er kann nicht zugleich in viele verschiedene Richtungen gehen. Deshalb wird Er auf diesen einen Menschen hören.
Wir kennen das Geheimnis für den Sieg. Ihr müßt ein höheres Ideal besitzen als jeder andere und eine eiserne Entschlossenheit, zum Mittelpunkt aller Dinge zu werden. Ganz genau so gehe ich voran. In meinem Leben arbeite ich unablässig auf den Mittelpunkt hin - horizontal -, und vertikal strecke ich mich stets nach Gottes höchstem Ideal aus. Ich erreiche nicht nur Sein Ideal, sondern dringe bis in den Bereich des göttlichen Herzens ein. Ist das einfach oder schwierig? Es ist das Allerschwierigste.
Dorthin gehen wir alle, und ganz gleich wie lange es dauert, wir gehen, ohne uns zu beklagen. Diese Einstellung dieses Denken wird alle Schranken durchbrechen, sogar die demokratische Welt und das Ideal der kommunistischen Welt. Selbst Gottes Grenze werde ich überschreiten, um die Hölle zu erlösen. So weit reicht der höchste Gedanke. Indem wir ihn ausführen, sehen wir alle einem Siegestag entgegen.
Jedermann weiß, daß der Präsident ein schwieriges Amt bekleidet. Ist es aber mühsamer, als diese Idee ins Leben umzusetzen? Sie muß erfüllt werden, sei es Himmel oder Hölle. Jetzt, da dieses Ideal auf Erden verwirklicht ist, kann es nicht mehr ausgelöscht werden. Nun, da der Weg gebahnt ist, müssen die Menschen ihn gehen. Wir werden bis zum äußersten Ende durchhalten, bis alles getan ist.
Da ich Gott bereits an meinem siegreichen Tag begegnet bin, ist es ganz natürlich, daß ihr so lange weiterarbeitet, bis auch ihr Ihm an eurem siegreichen Tag begegnet. Gott wird mich an diesem Tag zum höchsten zentralen Punkt erheben müssen, denn ohne mich gibt es keine "Mitte". Ich für meinen Teil werde versuchen, auch nicht die Geringsten in dieser Welt fallen zu lassen, sondern alles daran setzen, auch sie zu ihrem siegreichen Tag hinzuführen. Da ich mich nicht ein einziges Mal bei Gott darüber beklagte, was Er mir zumutete, ist es dann nicht angemessen, daß auch ihr euch nicht bei mir oder unserer Kirche beklagt? All dies tun wir nicht für uns persönlich, sondern für alle anderen. Habt ihr wirklich keinerlei Klagen?
Ganz gleich wie schwierig der Weg auch sein mag, wir sind der Vereinigungskirche immer noch dankbar. Fühlt ihr so? Der Sommer ist hier die beliebteste Urlaubszeit. Nun aber werde ich euch für vierzig Tage in die Mission hinausschicken. Dieses Mal werdet ihr die Leute besuchen, die gegen uns sind und uns verfolgen, nicht diejenigen, die uns gegenüber wohlwollend sind und uns verstehen. Ihr werdet das andere Extrem herausfordern, und indem ihr jede erdenkliche Methode anwendet. Werdet ihr sie irgendwie gewinnen. Ich empfinde, daß ich selbst entschlossen sein muß, den Hund, der mich bösartig anbellt, noch zu übertreffen. Falls eine Schlange uns zu beißen versucht, müssen wir uns mehr anstrengen als diese Schlange oder als der Löwe, der uns verschlingen will. Wir müssen auf alles gefaßt sein.
Bevor ihr überhaupt hinausgeht, müßt ihr euch vornehmen, solche Menschen niemals einfach gehen zu lassen, sondern sie für euch zugewinnen. Wenn ihr zum ersten Mal auf Widerstand stoßt, schwankt ihr ein wenig, doch dann fühlt ihr bald: Oh, ist das der ganze Widerstand?" Ein bösartiger Hund bellt euch niemals eine ganze Stunde lang an, denn er muß fressen, Wasser lassen usw. Wenn er also zu bellen aufhört, um diesen Bedürfnissen nachzugehen, geht ihr zu ihm hin. Wenn ihr ihm besseres Futter gebt, als er bisher bekam, wird sich seine Haltung ändern.
Ein Weg, den Sieg schneller herbeizuführen, besteht darin, zuerst euren Gegner zu bezwingen. Das wird euren Weg zum Sieg verkürzen. Wenn ihr euch dessen gewiß seid, werdet ihr dann die Leute besuchen, die sich euch entgegenstellen? Wird es wirkungsvoller sein, sie an einem angenehm kühlen Tag zu besuchen oder eher bei großer Hitze zu ihnen zu gehen?
Ihr fragt euch vielleicht, warum ihr so übermäßig viel leiden sollt, da ihr doch auf der Seite des Rechts steht. Ihr werdet jedoch einen Sinn darin erkennen; wenn ihr nämlich einmal begreift, daß Gott euch Verfolgung erleiden läßt, damit ihr furchtlos und beständig werdet. Die Zahl der Gegner, auf die ihr stoßt und die ihr überzeugt, wird eine Quelle für euren Lohn in der Zukunft sein. Das gibt eurem Leben hier auf Erden seine Bedeutung. Ich bemühe mich schon immer, diesen Teil zu erfüllen und beharrlich gegen meine Widersacher anzugehen. Wenn ihr den höchsten Gipfel bezwingt, wird es immer weniger Gegner geben, auch wenn ihre Zahl heute noch endlos erscheint.
Wie oft habt ihr euch bis heute beklagt? Es scheint in unserem Wesen zu liegen, daß wir uns über alles beklagen, was sich uns entgegenstellt. Und trotzdem wählen wir den unnatürlich schwierigen Weg, weil wir wissen, daß wir auf diese Weise den Weg zum Sieg abkürzen können. Hier, wo Gott im Mittelpunkt steht, werden sich Ost und West die Hand reichen (auf der horizontalen Ebene). Damit sich Gott und Mensch in der Zukunft treffen können, müssen wir sie am richtigen Ort zusammenbringen.
Die buddhistische Lehre betont, man solle stets für alles dankbar sein, aber niemand kannte je den Grund dafür. Himmel und Erde werden sich in einem zentralen Punkt treffen, wo Harmonie herrscht, und für dieses Zusammenkommen sind sie dem Himmel dankbar.
Wißt ihr ganz genau, warum die Mitglieder der Vereinigungskirche leiden? Um mit Schwierigkeiten fertig zu werden und die Gegner zu besiegen. Ohne Leiden zu überwinden, wären wir niemals fähig, die Oberhand zu gewinnen.
Falls ihr keine Leiden auf euch nehmen wollt, solltet ihr den Box-Ring
gar nicht erst betreten. Wenn ihr den Ring erst einmal betreten habt und
entschlossen seid zu kämpfen, werden euch natürlich auch Schmerzen
zugefügt werden. Ganzgleich, wie schwierig es in der Zukunft noch
werden wird, laßt euch nie von eurem Herausforderer schlagen. Bewaffnet
euch mit Gottes Liebe und Seinem Ideal und kämpft immer wieder gegen
euren Gegner an, so lange, bis ihr den Sieg erlangt habt. Das ist unser
Weg. Ist es euch jetzt vollkommen klar? Ich wünsche jedem von euch
einen Sieg! Wenn ihr entschlossen seid, hebt bitte die Hand! Laßt
uns beten.