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Hak Ja Han Moon
Wahre Eltern und Wahre Familie -
Die Vorsehung der Erlösungsgeschichte aus der Sicht des Prinzips
Gründungsansprache der Familienföderation für Weltfrieden -
Washington DC (1.8.1996), Wien (12.10.1996)
Verehrte Gäste, Mitglieder der Familienföderation für Weltfrieden, meine Damen und
Herren!
Es ist mir heute eine große Freude, über die Wahre Familie zu Ihnen zu sprechen. Wie
Sie wissen, ist die Familie die Wiege des menschlichen Lebens und der Eckstein für eine
friedliche Welt.
Ich hoffe, daß wir bei dieser Zusammenkunft den Weg finden, wahre Familien zu
errichten, die gesund und von der Liebe Gottes erfüllt sind. Gott ist der absolut Eine,
der Einzige, der Unveränderliche, der Ewige. Sein Wille bleibt gleich. Wenn die Menschen
Adam und Eva in der Liebe Gottes ein Leib geworden wären, wäre alles ganz und vollkommen
geworden. Der Ursprung, der Zweck und der Verlauf von Gottes Schöpfung sind absolut.
Ebenso ihre Ursache, Wirkung und Ausrichtung.
Die Vorfahren der Menschheit, Adam und Eva, gerieten in ein Chaos, nachdem sie durch
ihre Unwissenheit gefallen waren. Diese Unwissenheit und dieses Chaos breitete sich von
der individuellen Ebene auf die Ebenen der Familie, der Nation und der Welt aus. Es war
die Aufgabe der Religion und der Vorsehung der Erlösung, uns aus dem Bereich des Falles
zu befreien.
In den Letzten Tagen kommt der Messias und lehrt klar die absolute, einzige,
unveränderliche und ewige Ursache, Richtung und Wirkung aus Gottes Sicht. Er wird die
Welt von der Unwissenheit und vom Chaos befreien und sie an ihren Ursprung, das Herz
Gottes, zurückführen. Das ist die Erfüllung des Willens Gottes.
Wenn das nicht geschieht, werden in den Letzten Tagen alle Religionen,
Ismen", Gedankensysteme und Nationen vergehen. Die Menschheit steht nun an der
Schwelle zum 21. Jahrhundert und wird in nur wenigen Jahren die neue historische Epoche
des dritten Jahrtausends betreten. In diesem wichtigen Augenblick möchte ich über die
Vorsehung der Erlösungsgeschichte aus der Sicht des Prinzips" sprechen, damit
wir uns mit Entschiedenheit auf das neue Zeitalter vorbereiten können.
Gott und Menschheit sollten in Wahrer Liebe erfüllt und vollkommen miteinander leben.
Um diese Einheit mit Gott zu erreichen, sollte der Mensch eine Bedingung der Verantwortung
erfüllen. Darum mußte Gott den ersten Vorfahren das Gebot geben. Mit anderen Worten:
Gott wußte, daß sie in der Wachstumsperiode waren, auf dem Weg zur Vollkommenheit. Darum
gab er seinen Kindern das Gebot als Bedingung, um das Allerkostbarste erben zu können:
Wahre Liebe.
Ursprünglich sollte uns Wahre Liebe durch Lebenserfahrung und innere Erkenntnis zuteil
werden. Wahre Liebe kann man nicht durch Worte, einen geschriebenen Text oder eine
schulische Ausbildung erlernen. Sie wird nur im Leben vollständig erfahren. Auch Adam und
Eva kamen als Neugeborene zur Welt und sollten nach und nach das Herz Wahrer Kinder,
Wahrer Geschwister, Wahrer Eheleute und Wahrer Eltern erleben; durch Erfahrungen, die ihr
ganzes Leben ausfüllten, sollten sie zur Vollkommenheit reifen. Erst nachdem man die
Liebe Gottes in ihrer ganzen Fülle erfahren hat, kann man den Zweck der Schöpfung
vollenden und zum idealen menschlichen Wesen werden.
Jeder Mensch wünscht sich, daß sein Objekt der Liebe zehn Millionen Mal so wertvoll
sei wie er selbst, oder sogar unendlich wertvoller. Auch Gott sehnt sich danach, daß die
Menschheit sein Objekt der Liebe unendlich wertvoll wird. Wenn ein Mensch
sich vervollkommnet, dann erhält er gottgleichen Wert, da er Gottes Wesen und
Vollkommenheit erlangt.
Gottes Ideal der Wahren Liebe
Gott ist absolut, aber er kann sein Ideal Wahrer Liebe nicht allein verwirklichen. Denn
Liebe braucht immer ein Objekt einen Geliebten. An diesem Punkt sollten wir das
Verhältnis zwischen der Wahren Liebe Gottes und jener der Menschheit verstehen, wie sie
beginnen und wie sie zur Vollendung gelangen. Was wäre geschehen, wenn Gott nicht die
Menschen als absolute Objekte seiner Wahren Liebe erwählt hätte, sondern diese Liebe auf
andere Weise zu schaffen und zu vollenden versucht hätte? In diesem Fall hätten Gott und
Mensch mit unterschiedlichen Beweggründen, Ausrichtungen und Zwecken das Ideal Wahrer
Liebe angestrebt. Gott hätte sein Ideal der Liebe durch ein Objekt erreichen müssen, das
höher stünde als die Menschheit; und das menschliche Ideal der Liebe hätte keine
direkte Beziehung zu Gott gehabt.
Doch Gott als das Subjekt Wahrer Liebe hat die Menschheit als Objekt seiner Wahren
Liebe eingesetzt. Dementsprechend kann Gott sein Ideal der Wahren Liebe nur durch die
Menschheit erfüllen. Die ideale Welt, in der Gott und Menschheit in absoluter Liebe
vereint sind, erfüllt den Zweck der Schöpfung. Die Menschen sind als die wunderbarsten
Objekte der Liebe Gottes geschaffen. Unter allen Geschöpfen verkörpern sie allein das
Wesen Gottes. Sie sind als sichtbare Körper des unsichtbaren Gottes geboren. Wenn ein
Mensch sich vollendet, wird er ein Tempel Gottes, ein sichtbarer, substantieller Körper,
in dem Gott frei und in Frieden verweilen kann.
Gottes allumgreifendes Ideal der absoluten Wahren Liebe wird durch Menschen in einer
vertikalen Eltern-Kind-Beziehung verwirklicht und vollendet. Gott hat zuerst Adam
geschaffen. Er sollte der Sohn Gottes sein und zugleich sein substantieller Körper.
Später schuf Gott Eva als Objekt Adams, damit Adam und Eva in der ehelichen Liebe das
Ideal horizontaler Liebe verwirklichen konnten. Eva sollte die Tochter Gottes sein und als
Braut substantiell das Ideal der horizontalen Liebe Gottes verwirklichen.
Der Ort, an dem Adam und Eva vollendet werden, unter dem Segen Gottes heiraten und
einander zum ersten Mal lieben, ist auch der Ort, an dem Gott seine substantielle Braut
trifft. Denn Gottes Ideal der absoluten Liebe steigt vertikal herab und tritt dort hinzu,
wo das Ideal der ehelichen Liebe zwischen Adam und Eva horizontal verwirklicht wird. Die
Wahre Liebe Gottes und die Wahre Liebe der Menschen begegnen und vervollkommnen einander
an einem Punkt, obgleich sie von verschiedenen Richtungen herkommen, die eine vertikal und
die andere horizontal.
Warum braucht Gott den Menschen ?
Gottes Schöpfungsakt war unvermeidlich. Wir können uns die Schöpfung nicht zweckfrei
vorstellen. Es gibt nur einen Grund, warum Gott die Schöpfung benötigte: um das Ideal
Wahrer Liebe zu verwirklichen. Gott hat das Leben von den einfachsten, niedrigsten Ebenen
bis herauf zur menschlichen Ebene in Paaren, Subjekt und Objekt, Positiv und Negativ
geschaffen, um Wechselbeziehungen unter dem Ideal der Liebe zu bilden.
Das Liebesideal der Schöpfung und Gottes Ideal äußerster Liebe sind nicht getrennt
oder voneinander verschieden. Dieses Prinzip der Schöpfung bewirkt, daß die absolute
Liebe Gottes durch die Erfüllung der Liebe zwischen Mann und Frau in der menschlichen
Welt vollendet wird. Das ist der Grund, warum Gott am Anfang einen Mann und eine Frau
schuf, Adam und Eva.
Gott ist das Subjekt der Wahren Liebe. Sein Schöpfungszweck forderte von Adam und Eva,
dem Gebot Gottes zu gehorchen und sich als Wahrer Mann und Wahre Frau zu vervollkommnen.
Darüberhinaus sollten sie ein Wahres Paar werden, vereint in der Wahren Liebe Gottes. Sie
sollten in dieser Liebe Söhne und Töchter bekommen und so Wahre Eltern werden und
glücklich leben. Wenn Adam und Eva einander in Wahrer Liebe vervollkommnet hätten, dann
hätten sie Gottes Sehnsucht nach einen substantiellen Körper erfüllt. Und wenn sie
einander als Wahres Paar vervollkommnet hätten, wäre das Ideal von Gottes absoluter
Liebe Wirklichkeit geworden. Adam und Eva hätten gute Kinder gehabt und wären Wahre
Eltern geworden und Gott hätte sich selbst substantiell als Ewige Eltern erwiesen
und sein Ideal erreicht: Die Zugehörigkeit zum Himmelreich würde sich im ewigen Leben in
der geistigen Welt ins Unendliche ausweiten, gegründet auf die unzähligen Generationen
von Nachkommen in der physischen Welt.
Aber die menschlichen Vorfahren Adam und Eva sind von Gott abgefallen. Als sie aus dem
Garten Eden verstoßen wurden, hatten sie noch keine Kinder. Da Gott sie vertrieben hatte,
konnte er ihnen nicht nachgehen, um ihre Ehe zu segnen. So stammt die ganze Menschheit von
unseren gefallenen Vorfahren ab. Die Menschheit hat sich ohne einen direkten Bezug zur
Liebe Gottes vermehrt.
Meine Damen und Herren! Kann der Fall des Menschen durch das Essen einer Frucht
geschehen? Nein. Der Fall von Adam und Eva bestand in der Sünde der Unzucht, die gegen
das Ideal der Wahren Liebe Gottes verstieß. Daß für Adam und Eva das Gebot nötig war,
zeigt, daß sie noch nicht vollkommen waren, als sie fielen. Das heißt, sie befanden sich
noch in der Periode ihres Wachstums. Der Erzengel, symbolisiert durch eine Schlange,
verführte Eva dazu, die Frucht von Gut und Böse zu essen. Das war ihr geistiger Fall. In
der Folge verführte sie Adam (der auch noch nicht reif genug war, von der
Frucht" essen zu dürfen), und dann fielen sie physisch.
Im Garten Eden, wo Adam und Eva in Gemeinschaft mit Gott standen und glücklich lebten,
konnte nur eine Sünde fatale Folgen haben: unerlaubte Liebe. Der erste Liebesakt unserer
menschlichen Vorfahren hätte die Vollendung der Liebe Gottes selbst sein sollen. Damit
hätte ein Fest begonnen so lang wie die ganze Geschichte; ein niemals endender
Rausch der Freude und des Segens für Gott, Adam und Eva und das Universum. Es hätte ein
freudiges Ereignis sein sollen, bei dem Liebe, Leben und die Abstammungslinie Gottes in
der Menschheit verankert worden wären.
Aber das Gegenteil geschah: Adam und Eva verhüllten ihren Unterleib und versteckten
sich bebend vor Angst hinter den Bäumen. Im Ungehorsam gegen das himmlische Gesetz sind
sie eine unsittliche Beziehung eingegangen und haben damit die Grundlage für falsche
Liebe, falsches Leben und falsche Abstammung gelegt.
Als Nachkommen von Adam und Eva sind alle Menschen mit der ursprünglichen Sünde
geboren. Der Fall brachte den Konflikt zwischen Geist und Körper in jeder Person hervor;
er bewirkte, daß unsere Gesellschaften voll unreiner Liebe sind und die Menschen Dinge
tun, die dem Verlangen ihres ursprünglichen Gemütes widersprechen.
Verantwortung für die Liebe übernehmen
Dem Ideal der Liebe entsprechend bestehen alle Liebesbeziehungen im Tier- und
Pflanzenreich ausschließlich zum Zweck der Fortpflanzung. Die Menschen sind die einzige
Ausnahme, wir sind in der ehelichen Liebesbeziehung frei. Das ist das spezielle Privileg
des Menschen als Herr über die ganze Schöpfung. Gott gab den Segen und die unendliche
Freude der Liebe allen seinen Söhnen und Töchtern. Jedoch verlangt die wahre Freiheit,
die Gott gewährt, auch nach der Verantwortung des Menschen. Falls eine Person darauf
bestehen wollte, die Liebe in Freiheit, aber ohne Verantwortung auszuüben, wieviel
Verwirrung und Zerstörung wäre die Folge! Das höchste Ideal der menschlichen Liebe ist
nur erreichbar, wenn man für die Liebe Verantwortung übernimmt.
Diese Verantwortung können wir uns auf dreifache Weise vergegenwärtigen. Die erste
Verantwortung besteht darin, Meister der Wahren Liebe zu werden, wahrhaft frei zu sein,
Gott für die Freiheit der Liebe zu danken und zu wissen, wie man sich selbst kultiviert
und kontrolliert. Diese Verantwortung für eine Liebesbeziehung sollte nicht wegen
gesetzlicher Vorschriften oder gesellschaftlicher Konventionen übernommen werden.Vielmehr
sollten wir innerhalb der lebendigen vertikalen Beziehung zu Gott, aus eigenem Entschluß
und eigener Selbstbeherrschung verantwortlich handeln.
Die zweite Verantwortung betrifft das Objekt der Liebe. Von Natur aus möchte der
Mensch die Liebe seines Partner nicht mit jemand anderem teilen. Die horizontale eheliche
Liebe unterscheidet sich von der vertikalen Liebe zwischen Eltern und Kindern: in dem
Augenblick, in dem sie geteilt wird, verliert sie ihr Potential zur Vollkommenheit. Das
Prinzip der Schöpfung fordert nämlich, daß Mann und Frau eins werden in absoluter Liebe
und die Liebe gibt jedem Partner die Verantwortung, absolut für den anderen zu
leben.
Die dritte Verantwortung der Liebe ist die gegenüber den Kindern. Die Liebe der Eltern
ist die Basis für das Selbstbewußtsein und das Glück der Kinder. Sie sehnen sich
danach, in der totalen und harmonischen Einheit ihrer Eltern in Wahrer Liebe geboren zu
werden und in dieser Liebe aufgezogen zu werden. Die wertvollste Verantwortung der Eltern
besteht nicht nur in der äußeren Erziehung der Kinder, sondern auch darin, ihnen
Lebenselemente der Wahren Liebe zu geben, durch die sie ihre Spiritualität entfalten
können. Aus diesem Grund ist die Familie so wertvoll. Die tägliche Erfahrung des Herzens
von Wahren Kindern, Geschwistern, Ehepartnern und Eltern kann man nirgendwo sonst machen
als in der Wahren Familie.
Wenn Adam und Eva ein Paar der Wahrer Liebe mit Gott als Mittelpunkt geworden wären,
hätte Gott in Adam als seinem substantiellen Körper wohnen und so Eva lieben können.
Mehr noch: Adam und Eva hätten Wahre Eltern werden können, die Gott substantiell
verkörpern; und sie hätten der Ursprung der guten Liebe, eines guten Lebens und einer
guten Abstammungslinie werden können.
Durch den Fall jedoch wurden Adam und Eva zum substantiellen Körper Satans und wurden
schließlich zum ersten sündigen Paar, zu sündigen Eltern und Vorfahren. Ihre
Vereinigung wurde die Wurzel von Liebe, Leben und Herkunft unter dem Vorzeichen der
Sünde. Weil die Menschheit von dieser Wurzel abstammt, sind die Menschen Nachkommen des
ehebrecherischen Satan, des Feindes Gottes, und erbten diese Linie von sündigen Eltern.
Meine Damen und Herren! Wie groß muß das Leid Gottes gewesen sein, als unsere
menschlichen Vorfahren durch ihren Fall sein Ideal der Wahren Liebe zerstörten! Die
Menschen sollten die Söhne und Töchter Gottes sein, aber sie erkennen ihn nicht als ihre
ursprünglichen Eltern. Doch obwohl seine Söhne und Töchter Satan dienten, hat Gott an
der Vorsehung der Erlösung gearbeitet. Weil er ein absolutes Wesen ist und sein
Schöpfungsideal ebenfalls absolut ist, hat er trotz seiner tiefen Trauer die Vorsehung
der Erlösung durchgeführt. Gottes Vorsehung der Erlösung ist die Vorsehung der
Wiederherstellung. Das heißt den verlorenen Zweck der Schöpfung wiederzugewinnen, mit
der Wahren Liebe als Mittelpunkt. Die Vorsehung der Erlösung ist auch die Vorsehung der
Neuschöpfung.
Die Essenz der Vorsehung Gottes
So gesehen geht es in der Vorsehung der Erlösung grundlegend darum, den Samen für das
ursprüngliche Kind neu zu erschaffen für den Menschen, der das Ideal der
Schöpfung erfüllen wird. Das Leben und die Blutslinie, die mit der falschen Liebe des
Ehebrechers Satan begannen und die Gott verabscheut, müssen gereinigt werden. Das
wesentliche Ziel der Vorsehung ist es, die Geburt des Wahren Stammvaters herbeizuführen,
des Erlösers, der mit der Wahren Liebe, dem Leben und der Abstammungslinie Gottes
verbunden ist.
Da die ersten Vorfahren der Menschheit in ihrer Verantwortung versagten, die
unsittliche Linie Satans übernahmen und unter seine Herrschaft gerieten, konnte selbst
Gott nicht direkt eingreifen und die Menschen in ihre ursprüngliche Position
zurückbringen. Auch kann Gott die Menschen, die von sich aus die Seite des bösen
Erzengels gewählt hatten, weder bedingungslos akzeptieren noch bestrafen. So verwendet
Gott die Strategie, eine zentrale Person in die Position des guten Erzengels zu stellen;
wenn diese Person zuerst geschlagen wird, erfüllt sie damit die
Wiedergutmachungsbedingung, um das Verlorene wiederzugewinnen. Satan schlägt als erster
zu, aber letztlich wird er verlieren. Der Erste, Zweite und Dritte Weltkrieg der
Kalte Krieg" sind gute Beispiele dafür. Die Seite, die zuerst
zugeschlagen hat, ist unterlegen.
Aus der Gesamtperspektive der Vorsehung der Wiederherstellung gesehen, ist die
Zusammenarbeit von Mutter und Sohn eine sehr wichtige Grundlage. So war es zur Zeit von
Jakob, Mose und Jesus. Gott führte seine Vorsehung durch, um die Menschen von der
satanischen Abstammung und Lebensweise zu trennen. Dazu errichtete er die Grundlage der
Zusammenarbeit zwischen einer Mutter mit der Aufgabe, die Verantwortung Evas, der
Verursacherin des Falls, zu erfüllen und dem zweiten Sohn der Familie.
Gott kann nicht direkt mit dem ersten Sohn in Verbindung treten, weil dieser in der
Position eines direkten Blutsverwandten Satans steht, der durch den Fall als erster die
Menschheit beherrschte. Gott stellte die Abstammungslinie des Guten wieder her, indem er
den jüngeren Sohn als den symbolischen Vertreter des Guten eine Bedingung
erfüllen ließ. Dann ließ Gott den ersten Sohn, der die Seite des Bösen symbolisierte,
eine dem zweiten Sohn untergeordnete Position einnehmen.
In der Familie Adams führte Gott die Vorsehung durch, indem er den ersten Sohn Kain
dem zweiten Sohn Abel unterordnete. Obwohl Eva gefallen war, hätte sie sich als Mutter
Mühe geben sollen, zwischen den beiden Brüdern Einheit zu schaffen. Letztlich jedoch
ermordete Kain Abel (Genesis 4,8). Die Vorsehung der Erlösung wurde nicht erfüllt und
daher verlängert. Auch zur Zeit Noahs war eine spezielle Form der Zusammenarbeit
zwischen Mutter und Sohn erforderlich. Aber diese Formel der sinnvollen Zusammenarbeit
wurde erst zur Zeit von Rebekka und Jakob erfüllt.
Am Sündenfall waren drei Wesen beteiligt: Adam, Eva und der Erzengel. Der Erzengel
verführte Eva und verursachte ihren geistigen Fall, und später verführte die gefallene
Eva Adam und veranlaßte damit den physischen Fall. In der Folge kehrten sie Gott den
Rücken, und der gefallene Erzengel wurde zum Satan. Die Vorsehung der Erlösung ist die
Vorsehung der Wiederherstellung. Die Richtung, die das Prinzip der Wiederherstellung
vorgibt, lautet daher: sich 180 Grad gegen die Richtung des Sündenfalls zu bewegen.
Gott verlor Adam, den Samenträger für Wahre Liebe und Wahres Leben. Daher mußte Gott
einen Sohn finden, der neuen Samen in sich trägt frei von der Anklage Satans.
Genauso wie Gott zur Zeit der Schöpfung zuerst Adam hervorbrachte, muß er gemäß der
Vorsehung der Erlösung/Neuschöpfung zuerst einen Sohn vorbereiten, der keine Beziehung
zum Fall hat. Das ist die Grundlage für die Idee des Kommens des Messias. Der Messias
weist das sündige Leben der Menschen mit gefallener Abstammung unter der Herrschaft
Satans von sich. Er kommt als Wahrer Mensch, der die gefallene Menschheit mit dem Samen
des neuen Lebens verbindet. Der Messias hat seine Wurzeln in Gott und kommt als der Zweite
Adam, der alle Sünden des ersten Adam bereinigt. Aus diesem Grund kann Gott nicht einen
Supermann-Messias" senden, der nur durch Wunder wirkt.
Damit ein Sohn mit dem Samen von Gottes Liebe und Gottes Leben auf Erden geboren werden
kann, muß zuerst eine Mutter da sein. Und die Mutter kann dieses Kind nicht auf
herkömmliche Weise zur Welt bringen, sondern die Empfängnis muß nach der Formel der
Wiederherstellung geschehen. Alle Zusammenarbeit zwischen Müttern und Söhnen in der
Vorsehung der Wiederherstellung ist Vorbereitung und Bedingung, damit der Sohn Gottes mit
dem Samen des neuen Lebens und frei von der Anklage Satans geboren werden kann. Mutter und
Sohn stellen die Liebe, das Leben und die Abstammungslinie, die Satan an sich gerissen
hat, wieder her, indem sie Bedingungen zur Vermeidung von Satans Angriffen schaffen und
der erstgeborene Sohn, der das Böse symbolisiert, sich unterordnet.
Jakobs Sieg und seine Bedeutung
Die Bibel, die über Gottes Werk der Vorsehung berichtet, enthält viele schwer
verständliche Geschichten. Zum Beispiel betrog Rebekka ihren Gatten Isaak und ihren
erstgeborenen Sohn Esau und half ihrem zweiten Sohn Jakob, den Segen zu erhalten (Genesis
27). Gott stand auf der Seite dieser Mutter und dieses Sohnes. Obwohl ihre Methoden auf
den ersten Blick ungerecht erscheinen, segnete Gott sie für ihre Handlungen.
In der Familie Adams kämpften Kain und Abel außerhalb des Mutterleibes. Ihr Kampf
endete mit dem Tod Abels, des zweiten Sohnes.
Dann kam Jakob. Er stand auf dem Fundament der Verdienste vieler Menschen auf Gottes
Seite, die nach der Zeit Abels Wiedergutmachung geleistet und Opfer gebracht hatten. Jakob
erreichte schließlich den Punkt, an dem Satan die Herrschaft über die Menschheit an sich
gerissen hatte. Dann begegnete er seinem Zwillingsbruder Esau. An der Furt des Jabbok
legte Jakob die Bedingung des geistigen Sieges über den Engel (Genesis 32,28). Dann
überwand er Esau (Genesis 33), der den substantiellen Körper des Erzengels
repräsentierte. Daraufhin wurde Jakob als erster Sieger in der Geschichte gesegnet und
erhielt den Namen Israel". Zu dieser Zeit war er allerdings schon vierzig Jahre
alt.
Satan hatte den Samen der falschen Liebe in den Leib Evas gesät, und sie brachte
sündiges Leben zur Welt. Daher mußte Gott einen Mutterleib reinigen, von dem der
himmlische Sohn geboren werden konnte. Diese Reinigungsperiode der Trennung von Satan
mußte mit der Empfängnis beginnen und bis zum Alter von 40 Jahren dauern. Obwohl Jakob
also siegreich war, entsprach er nicht diesem Kriterium. Die große Mutter, die sich der
Verantwortung für diese Bedingung stellte, war Tamar.
Tamars Rolle in der Vorsehung
Tamar hatte Er, den ältesten Sohn Judas, geheiratet (Genesis 38). Doch Er mißfiel
Gott, und er starb. Dem Brauch jener Zeit gemäß gab Juda Tamar seinen zweiten Sohn,
Onan. Durch ihn sollte sie für Er ein Kind zur Welt bringen. Doch Onan wußte, daß
Tamars Kind nicht sein eigen sein würde, und so ließ er seinen Samen zu Boden fallen.
Das war eine Sünde vor Gott, deretwegen Onan starb.
Dann wollte Tamar Schela, den dritten Sohn Judas, zum Mann, aber Juda gab ihn ihr
nicht. Juda dachte, daß seine beiden Söhne Tamars wegen gestorben waren. Darum
fürchtete er, daß auch Schela zu Tode kommen und damit sein Stamm aussterben würde.
Aber Tamar war überzeugt, daß sie die Linie des auserwählten Volkes weiterführen
sollte. Um das zu tun, verkleidete sie sich als Prostituierte, schlief mit ihrem
Schwiegervater Juda und wurde mit Zwillingen schwanger. Als sie geboren werden sollten,
streckte einer der beiden Zwillinge, Serach, seine Hand aus dem Mutterleib, um als erster
geboren zu werden. Doch er wurde in den Schoß zurückgezogen. Der zweite Sohn, Perez, kam
als erster zur Welt und übernahm damit die Position des älteren Bruders. So kämpften
also in Tamars Leib die beiden Söhne miteinander, und die Umkehr ihrer Positionen trennte
sie von Satan. Das war die Bedingung für die Wiederherstellung im Mutterschoß, durch die
der Messias in der Blutslinie des auserwählten Volkes geboren werden konnte; auf der
Grundlage der Nation Israel, die sich zweitausend Jahre später dem römischen Kaiserreich
stellen sollte. Die siegreiche Bedingung auf der nationalen Ebene konnte dann im Leib
einer Mutter gelegt werden, die von satanischer Anklage frei und vorbereitet war, den
Samen für den Sohn Gottes zu empfangen. Auf dieser Grundlage trat die heilige Mutter
Maria in den Hauptstrom der Vorsehung Gottes.
Maria empfängt Gottes Willen
Maria war mit Josef verlobt und erhielt vom Erzengel Gabriel die überraschende
Botschaft, daß der Messias durch sie geboren werden würde (Lukas 1,31). In jenen Tagen
wurde eine unverheiratete Frau getötet, wenn sie schwanger war. Aber Maria nahm den
Willen Gottes mit absolutem Glauben an und sagte: Siehe, ich bin die Magd des Herrn;
mir geschehe nach deinem Wort" (Lukas 1,38).
Maria besprach sich mit dem Priester Zacharias, der mit ihr verwandt und sehr angesehen
war. Seine Frau Elisabeth war durch Gottes Hilfe mit Johannes dem Täufer schwanger. Sie
sprach zu Maria: Gesegnet bist du unter den Frauen, und gesegnet ist die Frucht
deines Leibes. Wer bin ich, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt?" (Lukas
1,4243). Mit diesen Worten bezeugte sie die kommende Geburt Jesu.
Auf diese Weise gab Gott Maria, Zacharias und Elisabeth vor allen anderen über Jesu
Geburt Bescheid. Jeder von ihnen hatte die absolut entscheidende Mission, dem Willen
Gottes zu folgen und Jesus zu dienen. Zacharias' Familie ließ Maria in ihrem Haus wohnen.
Jesus wurde im Hause des Zacharias gezeugt.
Elisabeth und Maria waren Kusinen mütterlicherseits, doch im Einklang mit Gottes
Vorsehung wurden sie als Schwestern betrachtet Elisabeth als die ältere (Kain) und
Maria als die jüngere (Abel). Maria erhielt Elisabeths Hilfe in der Gegenwart von
Zacharias. Durch diese Zusammenarbeit machte Zacharias' Familie den Mangel an Einheit
zwischen Mutter und Sohn in Jakobs Familie mit Lea und Rachel (Genesis 29-30) wieder gut.
So konnte Jesus empfangen werden. Zum ersten Mal in der Geschichte konnte der Same des
Sohnes Gottes auf Erden aufgehen der Same des Wahren Vaters. Auf diese Weise konnte
Gottes eingeborener Sohn, der Meistgeliebte Gottes, zum ersten Mal in der Geschichte
geboren werden.
Maria mußte etwas erfüllenen, das mit dem Hausverstand nicht zu begreifen war und
auch nach dem damals geltenden Gesetz nicht leicht toleriert werden konnte. Maria,
Elisabeth und Zacharias waren geistig bewegt worden. Sie folgten der Offenbarung, die von
Gott kam, und sie glaubten bedingungslos daran, daß dies der Wille und die Sehnsucht
Gottes war.
Obwohl der Sohn Gottes auf Erden geboren werden konnte, benötigte er eine Art
Schutzwall, um in der satanischen Welt sicher aufwachsen und den Willen Gottes erfüllen
zu können. Gott hatte gehofft, daß diese drei Menschen in der Familie des Zacharias jene
schützende Umgebung errichten würden.
Es gäbe vieles darüber zu sagen, wie ernsthaft sie den Sohn Gottes schützen und ihm
dienen und wie lange sie miteinander vereint bleiben hätten sollen. In der Bibel wird
berichtet: Und Maria blieb etwa drei Monate bei ihr; dann kehrte sie nach Hause
zurück" (Lukas 1,56). Danach gibt es keinen biblischen Bericht über irgendeine
weitere Kommunikation zwischen Maria, Elisabeth und Zacharias. Nachdem Maria Zacharias'
Haus verlassen hatte, begannen die Schwierigkeiten für Jesus und Maria. Die Familie des
Zacharias hätte der Schutzwall für Jesus sein sollen, solange er lebte.
Bald darauf entdeckte Josef, daß Maria schwanger war. Wie groß muß sein Schock in
diesem Augenblick gewesen sein! Maria, seine geliebte Verlobte, war ohne Beziehung zu ihm
schwanger geworden, nachdem sie drei Monate an einem anderen Ort gewesen war. Es war nur
natürlich für Josef, Maria zu fragen, wem das Kind in ihrem Schoß gehörte. Was wäre
geschehen, wenn Maria zu jener Zeit alles erklärt hätte? Falls sie alles offengelegt
hätte, hätte dies das Ende einer Sippe bedeuten können. So antwortete Maria einfach,
daß sie durch den Heiligen Geist schwanger geworden sei.
Marias Schwangerschaft wurde sichtbar, und die Leute aus der Umgebung bemerkten es. Was
wäre passiert, falls Josef gesagt hätte, daß er nichts über diese Schwangerschaft
wußte? Doch Josef war ein rechtschaffener Mann. Er glaubte der Offenbarung Gottes und
verteidigte Maria. Er behauptete, selbst für diese Schwangerschaft verantwortlich zu
sein. Maria wurde vielleicht verspottet, weil sie während ihrer Verlobungszeit schwanger
geworden war, aber dem Tod durch Steinigung war sie entgangen.
Josef, der Maria liebte, beschützte sie am Anfang auf diese Weise. Doch in seinem
Herzen herrschte große Bedrängnis. Nach der Geburt Jesu, wurde Josefs Argwohn bezüglich
des Kindesvaters immer größer, und er litt zutiefst. Als Jesus heranwuchs, entfernten
sich beide innerlich immer mehr voneinander. Deshalb gab es häufig Familienprobleme.
Jesus wurde als unrechtmäßiger Sohn angesehen, und da ihm der Schutz von Zacharias'
Familie und die Liebe Josefs fehlten, wuchs er mit einer unbeschreiblichen Einsamkeit im
Herzen auf.
Keine Braut für Jesus
Jesus war sich seines Weges als Messias bewußt, und im Stillen litt er an den
Umständen seiner Einsamkeit und an dem großen Hindernis, das sie für die Erfüllung des
Willens Gottes darstellten. Der Messias ist der Wahre Vater. Und um diese Mission zu
erfüllen, brauchte er seine substantielle Braut. Jesus mußte die falsche Liebe an der
Wurzel umkehren, durch die der Erzengel Eva, die als Schwester Adams heranwuchs, zu Fall
gebracht hatte. Folglich hätte Jesus als Sohn Gottes in der Position Adams die jüngere
Schwester von jemandem in der Erzengelposition erhalten sollen. Diese Braut hätte niemand
anderer als Zacharias' Tochter, die jüngere Schwester Johannes des Täufers, sein sollen.
Um dies in einer Welt zustande zu bringen, in der Satan die Rolle des Eigentümers und
Herrn spielt, brauchte Jesus Schutz durch absoluten Glauben. Tragischerweise jedoch brach
das ganze Fundament um ihn herum zusammen.
Das wäre nicht passiert, wenn Zacharias und Elisabeth sie hatten ja die
Offenbarung Gottes und seine geistige Hilfe empfangen absoluten Glauben bewahrt
hätten. Wenn sie ihre Verantwortung erfüllt hätten, wäre Maria fortgesetzt mit ihnen
in Kontakt geblieben, auch nach dem dreimonatigen Aufenthalt in ihrem Haus. Gott erwählte
Zacharias' Familie vor der ganzen Welt als die ersten Repräsentanten, die Jesus auch nach
seiner Geburt schützen, ihm dienen und ihn als den Messias bezeugten sollten. Sie hätten
nicht nur Jesus als dem Sohn Gottes und Messias in völliger Hingabe dienen sollen,
sondern sie hätten auch den Willen Gottes durch Jesus kennenlernen und ihm absolut folgen
sollen. Auch Johannes der Täufer wurde geboren, um Jesus zu dienen. Seine Verantwortung
wäre gewesen, alle seine Nachfolger zur Reue, zum Glauben an Jesus und zum Empfang der
Erlösung zu führen.
Obwohl Zacharias, Elisabeth und Johannes der Täufer zunächst Jesus als den Sohn
Gottes bezeugten, gibt es keine Hinweise dafür, daß sie ihm als solchem dienten. Der
angesehene Priester Zacharias war einfach ein Zuschauer, und Johannes der Täufer hielt
sich von Jesus fern. Diese Umstände wurden zum Hindernis für die Menschen, Jesus
nachzufolgen, und machten seinen Weg sehr schwierig. Und als diese Familie den Glauben an
Jesus verloren hatte und ihn nur noch mit den Augen der Menschen sah, konnte sie ihm nicht
mehr helfen, seine Braut zu empfangen.
Wir sollten auch beachten, welchen Einfluß die Beziehung zwischen Josef und Maria auf
Jesus hatte. Maria mußte die Positionen Evas und Tamars durch Wiedergutmachung
wiederherstellen, daher hätte sie nur die Verlobte Josefs bleiben sollen. Von der
Vorsehung her konnten sie nicht als Mann und Frau miteinander leben. Nach Gottes Wunsch
sollten sie weder vor noch nach Jesu Geburt geschlechtliche Beziehungen eingehen. Josef
liebte Maria auch noch nach Jesu Geburt, aber Maria hätte Jesus als den Sohn Gottes
aufziehen und deshalb die Trennung von Josef anstreben sollen.
Aber in der Realität war dies nicht so einfach. Maria hatte sexuelle Beziehungen zu
Josef, obwohl ihr ursprüngliches Gemüt dagegen protestierte. Sie hatten Kinder, womit
sich Evas Fehler wiederholte. So drang Satan in sie ein. Mit Ausnahme von Jesus gerieten
alle, die ihn beschützen sollten, unter Satans Herrschaft: sein Vater, seine Mutter,
seine Abeltyp-Brüder (Johannes der Täufer und seine Brüder) und seine Kaintyp-Brüder
(Josefs Söhne).
Jesus mit menschlichen Augen betrachtet
Wenn Satan in jemanden eindringt, verliert er jede geistige Hilfe und Inspiration. Das
Vertrauen in Gott und der Sinn für Dankbarkeit ihm gegenüber gehen verloren. Man
beginnt, alles mit menschlichen Augen zu sehen. Maria war Jesus bei der Hochzeit, die er
wünschte, keine Hilfe. Sie stellte sich sogar dagegen. Das war der unmittelbare Grund
dafür, warum Jesus seine Braut nicht empfangen und Wahrer Vater werden konnte; und so war
er gezwungen, den Weg des Kreuzes zu gehen.
Bei der Hochzeit zu Kana sprach Jesus zu Maria: Frau, was hast du mit mir zu
schaffen?" (Johannes 2,4) Diese Worte offenbaren ein vorwurfsvolles Herz einer Mutter
gegenüber, die bei den Hochzeiten anderer half, aber Jesus die Unterstützung bei seiner
Brautsuche dem wichtigsten Erfordernis der Vorsehung verweigerte. Aus dieser
Perspektive verstehen wir nun, warum Jesus fragte: Wer ist meine Mutter, und wer
sind meine Brüder?" (Matthäus 12,48).
Angesichts des Widerstandes von Maria, Zacharias, Elisabeth und schließlich von
Johannes dem Täufer gab Jesus die Hoffnung auf, daß sie ihn in seiner Mission
unterstützen würden. Daher verließ Jesus seine Heimat, um eine neue geistige Grundlage
zu schaffen und die Vorsehung der Erlösung neu zu beginnen.
Jesus, der nun keine Familie und kein Zuhause mehr hatte, klagte: Die Füchse
haben Höhlen, und die Vögel ihre Nester; aber der Menschensohn hat keinen Ort, wo er
sein Haupt hinlegen kann." (Matthäus 8,20). Jesus versuchte, seine verlorengegangene
Familiengrundlage wieder zu errichten. Darin bestand der Drei-Jahres-Kurs seines
öffentlichen Wirkens.
Die Leute glaubten letztlich nicht an ihn. Als auch die Jünger ihren Glauben verloren,
wurde Jesus von Satan angegriffen. Und als seine Grundlage zusammenbrach, ging er den Weg
des Kreuzes.
Ursprünglich war Jesus als der Messias zur Erde gekommen, um seine Jünger und die
ganze Menschheit zu segnen. Er sollte das sündenlose Reich Gottes errichten. Doch weil er
keinen Glauben fand, konnte er seine Braut nicht empfangen.
Er konnte nicht der Wahre Vater werden und er konnte seine Mission nicht erfüllen.
Deshalb versprach er wiederzukommen.
Das Ideal Wahrer Eltern vollenden
Der Herr der Wiederkunft kommt, um die Grundlage von Gottes Vorsehung der
Wiederherstellung fertigzustellen, die Jesus unvollendet ließ. Er kommt sozusagen als der
Same des ursprünglichen Wahren Kindes, um das Ideal der Schöpfung zu vollenden. Er
kommt, um das Ideal Wahrer Eltern des Ursprungs der Wahren Liebe, des Wahren Lebens
und der Wahren Abstammungslinie von Gott zu erfüllen. Er kommt auf dem siegreichen
Fundament der zentralen Vorsehung Gottes bis herauf zur Zeit Jesu. Er steht auch auf dem
siegreichen Fundament des Lebens Jesu und findet die Braut, die Jesus nicht finden konnte.
Miteinander werden sie zu Wahren Eltern, um die ganze Menschheit zu befreien.
Durch die Segnung neuer Familien, die Gottes ursprüngliche Abstammungslinie
weitergeben, werden die Wahren Eltern fähig sein, der ganzen Menschheit Erlösung zu
bringen. Die Menschen werden Wahre Personen, die in die Wahre Liebe, das Wahre Leben und
die Wahre Abstammungslinie Gottes eingepflanzt sind. Darüberhinaus wird der Messias eine
Wahre Familie errichten und so das Himmelreich auf Erden schaffen. Die Internationalen
Heiligen Hochzeiten gründen diese neue Abstammungslinie, wenn der Herr der Wiederkunft im
Fleisch kommt.
Auf der Ebene der großen Weltfamilie macht der Herr wieder gut, was in Adams Familie
verloren ging und stellt das Wahre Erstgeburtsrecht, die Wahre Elternschaft und das Wahre
Königtum wieder her, das in Adams Familie errichtet werden sollte. Er wird diese Welt in
das Himmelreich auf Erden unter der Herrschaft Gottes verwandeln und das Himmelreich in
der geistigen Welt zur Eintragung öffnen. Die Menschheit wird physisch wie geistig in das
Zeitalter des Königtums eintreten, mit Gott als Mittelpunkt; sie wird eine siegreiche
Welt der Freiheit, des Glücks und der Einigkeit hervorbringen. Sie wird das Himmelreich
auf Erden und in der geistigen Welt errichten Gottes Ideal der Schöpfung. Das ist
die Vorsehung der Erlösungsgeschichte aus der Sicht des Prinzips.
Ich hoffe, daß Sie alle in der Zukunft diese freudvolle neue Ehesegnung erhalten
können.
Verehrte Leiter und geschätzte Gäste, ich möchte Ihnen noch einmal meine Anerkennung
aussprechen, daß Sie sich in Ihrem vielbeschäftigten Leben die Zeit genommen haben, an
dieser bedeutsamen Versammlung teilzunehmen. Ich hoffe, daß Sie alle ein klares
Verständnis entwickeln können, in welche Richtung sich die Geschichte der Vorsehung
bewegt und daß Sie wahre Vorreiter werden können bei der Errichtung einer
friedvollen Welt. Möge Gott Sie und Ihre Familien segnen.

Bilder von der Podiumsdiskussion - Gründungsfeier - anschließenden private
Feier finden Sie auf der Homepage der Familienföderation
für Weltfrieden
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