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Der Weg der Tradition

Band 1

Originalausgabe: "The Way of Tradition - Volume I"
© 1980 The Holy Spirit Association for the Unification of World Christianity, New York

deutsche Übersetzung von Heinz Krcek


Begegnung mit Gott

1 Wenn du wirklich mit Gott eins wirst, fühlst du augenblicklich Seine Trauer und Seine Freude. Du erlebst Gott in deinem Geist und in deinem Körper. Wenn Gott mit einer Person Freude empfindet, empfinden wir ebensolche Freude, wenn wir dieser Person begegnen. Wenn jemand nicht gut ist, fühlen wir sofort den Ärger oder die Trauer Gottes, auch wenn es völlig fremde Menschen sind. Das ist nicht bloß eine emotionelle Angelegenheit, sondern etwas, das wir mit unserem ganzen Selbst geistig und körperlich spüren. Für menschliche Augen mögen Leute gut aussehen, doch ob sie wirklich gut sind, wissen wir erst, wenn wir mit Gott eine Einheit bilden.

2 Manche Menschen versuchen geistig zu wachsen, ihr eigenes geistiges Leben zu entwickeln und Gott durch Meditation, durch Selbstdisziplin und ähnliches mehr zu erreichen. Das ist sehr dumm. Derjenige geht am schnellsten zu Gott und kommt ganz in Seine Nähe, der andere liebt und vor ihnen Zeugnis ablegt, um sie zu Gott zu bringen. Auf diese Weise kannst du sehr rasch wachsen und dich schnell entwickeln. Meditiere nicht bloß um deinetwillen und für deinen eigenen Geist. Du ziehst vielleicht so manchen Geist an, aber nicht Gott. Es ist völlig belanglos, wie viel du betest; es bringt nichts, wenn du nur auf dich selbst ausgerichtet bist. Liebe immer andere.

3 Wenn du dich danach sehnst, Gott zu sehen, Ihm zu begegnen und mit Ihm zu leben - weißt du, was du zuerst tun mußt? Du mußt Seinen Willen tun! Begib dich auf den Platz, wohin andere nur zögernd gehen und sage: "O Vater, da ich diese Welt liebe, bin ich bereit, unter allen erdenklichen Umständen hinzugehen, und ich will Deine Menschen lieben - laß mich nur gehen!" Wenn du so eine Haltung hast, übergib Ihm die Liebe deines ganzen Herzens - dann bist du der Einzigartige. Du bist derjenige, der dem Herzen des himmlischen Vaters am allernächsten steht.

4 Wo du auch hingehst, du wirst Gott finden. Wo immer du deine Arbeit verrichtest, Er ist dort. Ebenso sind Jesus und der Heilige Geist nur auf dem Schlachtfeld zu entdecken, nicht auf dem Rastplatz. Die Schlüssel zum Himmelreich findest du nicht dort, wo du sitzt und dich entspannst, sondern nur in der Schlacht, im Kampf. Daher müssen das Verlangen, Gott zu sehen, mit Ihm zu gehen und mit Ihm zu leben, zuerst in die Welt hinausgeschrien werden und dann erst Gott bekannt gegeben werden. Wenn ihr euch danach sehnt, mich zu sehen und mich zu treffen, beschäftigt euch zuerst mit euren 180 Millionen Brüdern und Schwestern hier in Amerika. Bevor ihr euch mit mir erfreut, erfreut euch zuerst mit euren Brüdern und Schwestern. Wenn ihr das tut, werdet ihr entdecken, daß ich immer dort bin.

5 Seid niemals mutlos. Auch wenn ihr manchmal das Gefühl habt, daß es keinen Gott gibt, sollt ihr wissen, daß Er immer gegenwärtig ist. Mit so einem Gefühl müßt ihr euch daran erinnern, daß Gott mit euch ist. Wenn ihr das Gefühl habt: "Oh, es gibt keinen Gott. Ich bin hoffnungslos; ich bin mutlos. Niemand redet mit mir, nicht einmal Gott schaut mich an," sollt ihr trotzdem das Gefühl in euch wachrufen, daß Gott euch ganz nahe ist und euch ganz aus der Nähe beobachtet. In so einer Stunde, in der du vielleicht denken magst, daß du von Gott getrennt bist, sage: "Mein Herz ist voll und reich, ich habe Gott, ich bin voll Gnade." Als ich mich in der gefährlichsten Notsituation befand, als ich nämlich im Gefängnis gefoltert wurde, wollte ich nicht zu Gott bezüglich dieser schrecklichen Situation beten. Während die Situation unnatürlich war, wußte ich, daß Gott nahe war. Ich wußte um Seine Gegenwart, auch ohne Gebet. In diesem Fall der Todesnähe war es nicht schwierig zu fühlen, daß mich Gott nicht anschaute oder sich um mich kümmerte. Aber ich wußte ganz bestimmt, daß Gott da war und Vorbereitungen traf, mich auf unerwartete Weise zu befreien. Wenn ich in Tränen ausbrach, sandte mir Gott unerwartet Trost. Ich war in einem kommunistischen Gefängnis. Die harte, unmenschliche Art und Weise, mit der sie mich behandelten, übersteigt eure Vorstellungskraft. Selbst unter diesen Umständen hatte ich stets das Gefühl, daß Gott da war und mich tröstete. Ich fragte mich einmal, wer meine Mission übernehmen würde, sollte ich auf diese Weise sterben. Aber heute zeige ich euch das Wunder, daß ich hier bin, um die Mission zu erfüllen, was zu jener Zeit völlig unmöglich schien. Viele Male wußte ich, daß ich sterben würde. In diesem Zustand des Sterbens dachte ich, daß meine Mission beendet sei. Doch ein Wunder brachte mich durch. Wer hat das getan? Vater, Gott. In solchen Situationen endecken wir wirklich Gott. Wir möchten Gott als Vater kennenlernen, nicht als Herr. Wenn die Zeit einer Gefahr oder einer anderen unliebsamen Situation kommt, rufst du Gott "Vater" und Er ruft dich "Sohn". Und hierin liegt ein Versprechen. Dieses Versprechen kann niemals gebrochen werden. Das ist Wirklichkeit. Erst dann kann dich Gott als Seinen Wahren Sohn, Meinen Sohn, Sohn Gottes beanspruchen. Diese Anerkennung kann nur in so einer Situation erworben werden. Und Satan kann nichts sagen. Du bist von Satans Anschuldigung so frei, als ob er gar nicht hier wäre. Satan hat damit überhaupt nichts zu tun. Während meiner Folterung im Gefängnis sagte der hochmütige Satan zu Gott: "O Gott, er ist wirklich Dein Sohn. Ich habe keinerlei Macht über ihn. Er ist Dein."

6 Hast du dich jemals verfolgt gefühlt und dann festgestellt, daß es noch größere Verfolgung gibt? Du siehst, daß nicht du verfolgt wirst, sondern Gott. Wenn du verfolgt wirst, mußt du dich selbst vergessen und alles von Gottes Standpunkt aus überdenken. Dann wirst du feststellen, daß Gott da ist. Gott ist bereit, dich zu trösten. Bis jetzt war es die Absicht des Menschen, Gott zu folgen und seine Prüfungen und Schwierigkeiten Gott zu überlassen. Wenn der Mensch betet, dann bittet er: "Bitte behandle mich nicht hart." Wir müssen unser Gebet um 180 wenden.

7 Wo das Elend herrscht, da ist Gott. Wenn du feststellst, daß jemand ungerecht behandelt wird, empfindest du in dir eine Art Zorn: das ist der Geist Gottes.

8 Euer Geist ist für weitaus mehr empfänglich als für eine Freundschaft mit Gott. Aufgrund des Gebens und Nehmens von Liebe mit Gott will euer Geist in der Quelle der Vollkommenheit wohnen, folglich Einheit mit Gott erreichen. Betrachtet einmal Vater und Sohn in unserer Gesellschaft als Gleichnis. Es gibt da eine gemeinsame Basis, auf der sie Wissen, Arbeit und Vergnügen miteinander teilen. Bis zu einem gewissen Grad ist das Einheit. Doch die höchste Form von Einheit zwischen Vater und Sohn ist ihre Liebe, das Zentrum der Einheit. Der Sohn will mit seinem Vater eins sein und der Vater mit dem Sohn. Hat der Sohn einmal das Herz seines Vaters durch Liebe gewonnen, dann hat er ihn völlig gewonnen. Alles ist in diesem Herzen eingeschlossen. Aller Besitz, ja sogar die Mutter und die ganze Familie sind im Herzen des Vaters beinhaltet. All das hat der Sohn gewonnen, den Vater inclusive. Eltern suchen ständig nach Kindern, mit denen sie sich im Herzen und in der Liebe vereinen können, um auf ewig ein Geben und Nehmen zu haben. Ist das nicht Ziel innigster Einheit, die nur durch Herz und Liebe erreicht werden kann? Zwischen Gott und Mensch gilt das gleiche Prinzip: Gott ist der Vater und die Menschheit stellt die Kinder oder die Söhne dar. Die höchste Einheit zwischen Gott und Mensch entsteht nicht durch Wissen, nicht durch Arbeit, nicht durch Vergnügen, sondern durch das Herz und die Liebe, die sie miteinander teilen.

9 Als Eltern der ganzen Menschheit fühlt Gott am meisten Mitleid und Liebe jenen Menschen gegenüber, die in Armut leben. In unseren Familien lieben die Eltern den jüngeren Sohn am meisten, sorgen sich besonders um ihn. Sie sorgen sich um ihn weit mehr als um den älteren Sohn oder um den, der sehr begabt ist. Gottes Gefühle gehen in diesselbe Richtung.

10 Es gibt viele verschiedene Arten und Wege des Fühlens. Daher ist euer Herz der einzige Ort, wo ihr Gott alleine begegnen könnt.

11 Auch Gott möchte dir nicht auf einem öffentlichen Platz begegnen. Er bevorzugt einen Ort, wo er dir als Individuum, das sich von anderen unterscheidet, begegnen kann, als einer Persönlichkeit, die einen völlig eigenständigen Weg des Denkens und Fühlens hat. Das ist der Grund, warum Gott unser menschliches Bewußtsein unsichtbar gemacht hat. Mit unserem geistigen Auge können wir unseren geistigen Körper sehen. Aber da gibt es noch das Herz des geistigen Körpers, jenen Teil, der dem menschlichen Gemüt entspricht. Dort kann sich Gott mit euch treffen, ganz zufrieden, und ohne daß andere Leute wissen, was ihr da macht. Wenn ihr euch beide an so einem Ort liebt, gibt es niemanden, der euch diese Liebe rauben kann.

12 Wenn ihr zu Gott zurückkehren wollt, müßt ihr die Würde und das Ansehen von wahren Söhnen und Töchtern errichten, indem ihr Gott mehr liebt als Satan euch in der gefallenen Welt liebt. Da Gottes Liebe höher und größer als Satans Liebe (des Dieners Liebe) ist, müßt ihr sie noch stärker lieben. Das Verhältnis eurer Liebe zu Gott verglichen zu der Satans, das ist der Schlüssel. Wenn sie größer und kraftvoller wird als die Liebe Satans, dann könnt ihr mit Gott eins werden. Ist das nicht wahr, rein theoretisch? Das ist eine Tatsache! Es ist biblisch wahr. Es ist die unverrückbare, unwandelbare Wahrheit. Wenn ihr die Wahrheit kennt, wird sie euch freimachen. Unwissenheit kann euch nicht befreien. Nur die vollkommene Wahrhheit hat vollkommene Liebe im Gefolge.

13 Von jetzt an können wir mit Gott nur insoweit eins werden, soweit wir mit Vater und Mutter, die ihre Liebe geben, eins werden. Sie sind diejeneigen, die in der Position der Eltern stehen. Die größte Sehnsucht sollte es sein, mit ihnen eins zu werden. Das ist der einzige Weg zur Einheit mit Gott; ihnen zu begegnen und mit ihnen eins zu werden.

14 Wo also begegnen, wo lieben Gott und Mensch einander? Jeder träumt, dieses Glück, diesen Wert am meisten zu haben, Gott als sein Eigentum zu besitzen, das sonst niemand berühren wird. Du möchtest Gott an einem Platz lieben, wo nur du ihn sehen kannst, aber sonst niemand. Du möchtest Gott an diesen geheimen, verborgenen Platz bringen. Du möchtest nicht, daß Gott weit weg ist, im Himmel. Du möchtest ihn dir ganz nahe bringen. Du willst auch mit Gott eins werden, eins mit dem Geliebten, an einem so tiefen, einsamen Platz, daß nur du ihn erreichen kannst. Wo gibt so einen Platz, so einen verborgenen, geheimen Platz? Jeder von euch hat so einen Platz - es ist euer Gemüt. Wenn du einmal Gott in dein Herz gebracht hast, in dein Gemüt, kann dein Körper nicht mehr von Ihm getrennt sein. Du bist immer mit Ihm. Auch unter Menschen, zwischen Männern und Frauen ist das so: wenn sie verliebt sind, in ihrer ersten, ganz reinen Liebe, möchten sie alles geben. Für ihre Liebe möchten sie alles geben, einschließlich ihr Leben. Um wieviel mehr ist das zwischen Gott und Mensch der Fall, wo es um die allerhöchste Liebe geht. Nichts kann die Einheit mit Ihm übertreffen. Kein Wert kann diese Liebe übertreffen. Ist aber unser Gemüt groß genug um Gott aufnehmen zu können? Ja, euer Gemüt ist groß genug, um Gott aufnehmen zu können. Ist das Gemüt sichtbar? Könnt ihr euer Gemüt sehen? Wenn ihr nein sagt, bedeutet das dann, daß es kein Gemüt gibt? Jene sollen ihre Hand heben, die meinen, daß sie kein Gemüt haben. Wenn also Gott in eurer Gemüt kommt, könnt ihr ihn verleugnen? Könnt ihr sagen: Es gibt keinen Gott? Wenn ein Kind auf die Welt kommt, erkennt es zunächst seine Eltern. Ebenso sollte der Mensch, der zuerst auf der Erde geboren ist, als erstes Gott erkennen und Ihn in sein Gemüt bringen.

15 Damit ihr Gott erreichen könnt, müßt ihr dem Messias gehorchen. Dadurch, daß ihr dem Messias nachfolgt, geht ihr über die Grenze auf der individuellen Ebene. Er hat das noch vor euch durch seine eigene Anstrengung getan. Er ist bereits durch die Ebene des Individuums, der Familie, des Stammes und der Nation gegangen.

16 Habt ihr schon einmal jemanden so sehr vermißt, daß ihr seinetwegen Rotz und Wasser geheult habt? Habt ihr euch jemals in diesem Ausmaß nach einem Mensch gesehnt? Wenn euch jemand sosehr abgegangen ist, war es im wahrsten Sinn des Wortes wegen dieser Person? Wenn du diesen Punkt erreichst, wird Gott ganz sicher da sein. Das ist der einzige Platz, wo du Gott begegnen kannst, wenn du so traurig bist, so bedrückt, daß du Tränen vergießt, daß du Rotz und Wasser heulst - dort kannst du Gott begegnen.

17 Wenn du physisch gegen Satan kämpfst und den Sieg über seine Macht davonträgst, wirst du vollkommen eins mit Gott und stehst in einer Position, wo keine satanische Macht in dich eindringen kann. Dort wirst du Gott begegnen und du wirst entdecken, daß Er bereits da war und dich gesucht und auf dich gewartet hat. Diese völlige Einheit mit Gott, sowohl auf der physischen als auch auf der geistigen Ebene, hebt dich in die Position von Adam und Eva vor dem Fall ... in die Vollkommenheit.

18 Wo ist der Punkt, wo du Gott begegnen wirst? In deinem Zimmer oder an der Front-Linie? ("An der Front-Linie!"). Wollt ihr also in euerem Zimmer bleiben oder an die Front gehen? Wenn ihr an die Front geht, geht ihr da widerwillig, mit Tränen, oder freiwillig? Tut ihr das äußerst unwillig oder voll Enthusiasmus und mit Eifer? Das ist unsere Sehnsucht. Unsere Sehnsucht ist die Einheit unseres Gemütes mit Gott, unseres Körpers mit unserem Geist, unseres ganzen Seins mit anderen Menschen. Nur wenn wir das tun, können wir uns selbst wiederherstellen und zwar auf der individuellen. der Familien-, der nationalen und der weltweiten Ebene. Laßt uns in die Position, wo wir Gott sehr, sehr vermissen, zurückkehren. Wenn wir irgendeine andere Person, eine Familie, einen Stamm, eine Nation oder die ganze Welt sosehr oder in diesem Grad vermissen, wird Gott da sein und auf uns am anderen Ende warten, und wir werden Ihm ganz sicher in Seiner ganzen Größe begegnen.

19 Wir stellen uns das ja nicht bloß vor oder bilden es uns ein, daß Gott da ist, Gott ist wirklich da - und dann wirst du bereit sein alles wegzuwerfen, all die restlichen Dinge auf der Suche nach Gott. Werdet ihr das nicht tun? Wenn euch jemand sagt, daß ihr Gott nur dadurch begegnen könnt indem ihr an Ihn glaubt, dann werdet ihr das tun. Wenn man euch sagt, daß Gott im Hinblick auf diesen höchsten Standart unveränderlich ist, werdet ihr verzweifelt versuchen, das zu tun. Wenn ihr euch vorstellen könnt, daß es so ein Wesen gibt, und ihr alles Wertvolle dort hineinlegen könnt, dann könnt ihr euch vorstellen, daß er der Treueste ist, derjenige, der am meisten liebt, der Unwandelbare, der Einzigartige und Ewige - und du möchtest auch so sein - doch ohne Ihm zu gleichen, kannst du Ihn nicht finden;, dann bist du ganz verwegen und tollkühn, um dich auf diesen Standart zu bringen. Du bist sicher und überzeugt, daß du, wenn du so wirst, du dem Subjekt-Sein begegnen kannst, denn du bist nach Seinem Bild, du möchtest Ihm gleichen. Wenn du so bist, ist Er gezwungen, ja dazu bestimmt, dich gern zu haben, dich zu lieben.

20 Nur wenn wir unser ursprüngliches Selbst entdecken und Gott widerspiegeln, können wir Ihm begegnen; wenn wir also diese Tatsache wissen, werden wir ganz närrisch darauf sein, dieses Ziel zu erreichen. Wir können nicht anders: tollkühn in unseren Anstrengungen. Ihr müßt das für den Preis eures eigenen Lebens tun. Wenn ihr nicht bereit seid, das zu finden, den Versuch zu unternehmen, das für den Preis eures eigenen Lebens zu finden, könnt ihr dort nicht euer Leben, neues Leben finden.

21 Ich stelle mir immer vor, daß Gott dasselbe fühlen muß. Wenn ich von Gott in so reichem Maß so viel Segen erhalte, dann muß ich etwas davon beiseite legen, um es Ihm zurückzugeben - und Er wird noch weit mehr besorgt sein, mir noch mehr zu geben und mich mit noch größerer Fülle zu segnen. Wenn du bereit bist, Gott wenigstens etwas von dem zu geben, was du bekommen hast, und wenn du das in einer sehr unglücklichen Lage tun kannst, nicht nur in einer gesegneten Situation, sondern, wie gesagt, in einer unglücklichen Lage, wenn du da Gott Freude und Dankbarkeit zurückgeben kannst, dann wirst du von Gott noch weit mehr gesegnet werden. Und Gott wird dich vermissen, er wird dich niemals vergessen, Er wird bereit sein, Dir in jedem Moment zu helfen - und du wirst zu einem Erfolg werden.

22 Wenn unser Vater bereits mit Gott eins ist, dann mußt du mit ihm eins werden, dann wirst du mit Gott eins werden.

23 Der Himmlische Vater ist ganz armselig, er sucht nach deiner Liebe, nach der Liebe eines Mülleimers. Wenn du die wahre Bedeutung dieser Aussage verstehst, brauchst du nicht zu beten. Gott wird unmittelbar mit dir sein.

24 Das erste Problem ist die Wiederherstellung eures Herzens zu Gott hin. Ohne eure Wiederherstellung eueres Herzens zu Gott hin, gibt es keine enge Beziehung zwischen Gott und euch. Erst wenn ihr das zuwege gebracht habt, könnt ihr von Gott angenommen und anerkannt werden.

25 Wenn die Liebe eines Mannes zu Gott größer ist als die Liebe einer Frau zu Gott, dann können sie nicht zusammenkommen um eins zu werden. Ihr müßt euch sehr anstrengen, um diesen Punkt zu erreichen und in Einheit zusammenzukommen. Wenn ihr das nicht tut, könnt ihr Gott nicht begegnen, denn ihr spiegelt ihn nicht wider. Rechts steht der Bräutigam und links steht die Braut. Der Messias ist in der Position des Bräutigams. Wenn ihr also auf horizontaler Ebene während eueres Lebens nicht mit dem Messias oder eurem Partner eins werdet, könnt ihr Gott nicht widerspiegeln; ihr könnt Gott nicht begegnen. Gott kann dann nicht mit euch oder durch euch arbeiten.

26 Gott ist genauso wie wir und wir sind wie Gott.

27 Um Gott zu besitzen, müssen die Menschen ein sanftmütiges und demütiges Herz haben.

28 Alle unsere menschlichen Wesenszüge kommen von einem Ursprung. Wir sind Gottes Spiegelbild. Wir handeln so wie wir handeln, weil Gott auch so handelt. Unser Geist arbeitet auf diese bestimmte Weise, weil Gottes Geist auch so arbeitet. Das ist die Art und Weise wie Gott existiert. Das ist die Art und Weise wie wir existieren. Wir sind wie Gott und Gott ist wie wir.

29 Ihr wißt also, daß es im Universum ein höchstes Subjekt oder ein höchstes Plus gibt. Es gibt im Universum einen Gott. Wenn ihr nun bloß mit eurem Geist, der in der Plus-Position steht, zu Gott geht, wird Er sich weigern, mit euch eins zu werden. Ihr müßt zuerst mit eurer Minusseite zu Ihm gehen, und erst wenn ihr eine Einheit zwischen euerem Geist und Eurem Körper herstellen könnt, könnt ihr Gott erreichen.

30 Wir spiegeln Gott wider, daher können wir an Gott in Begriffen denken, wie wir in dieser Situation reagieren würden.

31 Um Gott zu entdecken, müssen wir uns selbst verlieren.

32 Ich weiß zu gut, daß Gott, um seinen Sohn zu finden, Er ihn nicht unter glücklichen Menschen sucht, sondern mitten unter gefolterten und elenden Menschen, dort wo Er einen finden kann, der unter mißlichen Umständen zum Himmel emporblickt, um gerettet zu werden. Nur in dieser Situation kannst du Gott von Angesicht zu Angesicht begegnen, einer dem anderen. Aber sogar in dieser Situation kannst du nicht vollständig wiederhergestellt werden, wenn du nicht in der Lage bist Gott völlig zu trösten anstatt von Ihm getröstet zu werden. Wenn du in dieser Situation nach Gott rufst, nach Gott schreist, um Rettung rufst, rufst: "Vater, Gott, hilf mir! Rette mich!", dann bist du ein Versager. In diesem Augenblick mußt du fähig sein, zu Gott zu sagen: "Ich weiß zu gut, daß Du einen dornigeren Weg erlitten hast als ich hier, daher habe ich ein bißchen von dem gekostet, was Du durchgegangen bist. Ich danke Dir dafür, daß ich Dir hier begegnen kann und eins sein kann mit Dir." Auf diese Weise habe ich Gottes Herz getröstet. Wenn ihr in so einer Situation seid, wird Gott euch gehören und der allmächtige Gott wird für euch arbeiten.

33 Ihr seid nicht bloß ihr selbst. Ihr seid die Ausdehnung Gottes. Die Kraft Gottes handelt in euch. Das ist der Grund, warum uns Gott sein erstes Gebot in der Bibel gegeben hat: "Du sollst Gott deinen Herrn lieben mit deinem ganzen Gemüt, mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele." Wir dürfen keine Vorbehalte haben.

34 Wir müssen Gott spezifischer kennen.

35 Wir alle verstehen, daß Gott kein nebelhaftes Konzept ist, sondern Er ist wie eine Person. Er ist ein personaler Gott und als Person gibt es einige, die Ihm nahe sind und einige, die Ihm ganz nahe sind.

36 Unser Problem besteht darin, wie wir Gott nahe kommen können. Es gibt zwei Wege, um von Gott geliebt zu werden. Manche Menschen werden geliebt ohne irgend eine Anstrengung auf ihrer Seite. Andere haben den starken Wunsch Gottes Arbeit zu unterstützen. Dann kann sie Gott gern haben und sie lieben.

37 Weil der Mensch fiel, trat Satan auf den Plan, und auch die Sünde wurde zur Realität. Eine andere mögliche Erklärung ist folgende: Wenn du deine Beziehung mit Satan abbrichst, kommst du Gott ganz automatisch nahe.

38 Was wünscht sich der gefallene Mensch zuallererst? Seine Beziehung zur Sünde und zu Satan abzubrechen. Daher müssen wir wissen, wie wir uns von Satan trennen und die Sünde ablegen können. Dann können wir - als zweiten Schritt - Gott näher kommen.

39 Um etwas von Gott zu wissen, müssen wir Seine Geschichte kennen. Um Gott zu verstehen, müssen wir verstehen, was Er bisher für ein Leben geführt hat. Dann müssen wir studieren, was Er jetzt tut.

40 Wir müssen herausfinden, ob Gott ein glücklicher Gott ist, oder ob Gott sehr traurig ist, oder ob Gott ein zufriedener Gott ist. Wir müssen Gottes wahre Gefühle und Taten herausfinden.

41 Wir müssen herausfinden, warum Gott unglücklich ist. Wir müssen ein bißchen tiefer gehen. Wir müssen herausfinden, wann Gott sehr unglücklich wurde.

42 Ihr müßt dieselbe Traurigkeit erleben, wenn ihr ein Freund Gottes werden wollt. Dann wird euch Gott gewiß ganz nahe kommen. Wenn ihr das einmal versteht, verstehen wir auch Satan, den Feind Gottes, und wir werden so wütend, daß wir um jeden Preis zu kämpfen beginnen. Wenn wir das praktizieren, wird Gott wirklich getröstet und glücklich sein.

43 Wir wissen auch, daß Satan morgens, mittags und nachts - 24 Stunden am Tag arbeitet. Daher müssen wir in unserem Geist den Beschluß fassen, daß wir täglich 24 Stunden und mehr arbeiten. Das kann dann als Bedingung dienen, durch die Gott mit euch zusammenarbeiten kann.

44 Tut euer Allerbestes um heftig gegen das Böse und gegen Satan zu kämpfen. Ihr dürft nichts mit der Sünde zu tun haben. Wenn ihr euch daran erinnert, werdet ihr nach und nach ganz unbewußt in Gottes Herz eintauchen. In dem Maß in dem ihr Satan, die Sünde hinausjagt, in dem Maß wird Gott in euch einströmen und nach und nach alles von euch in Besitz nehmen.

45 Erwarte immer Gott auf dem Platz der meisten Schwierigkeiten zu begegnen, dort wo keiner vorher gewesen ist. Dort möchtest du Gott treffen. Erwarte diese Position und geh voran.

46 Es hängt hier von unserem Bewußtsein ab, wie nahe wir Gott sind.

47 Schaut einmal euch an: Gott hat brauchbarere Leute als uns, aber je mehr ich hilflos werde umso stärker ist euer Gefühl der Unzulänglichkeit und des Unvermögens. Wenn mich jedoch Gott für diese Position ausgewählt hat, dann bemitleidet Gott für einige Augenblicke. Wir können also Gott nicht ohne Tränen begegnen. Sooft ihr so ein Herz und so ein Gefühl habt, wird Gott mit euch sein. Das ist fehler-sicher.

48 Es spielt keine Rolle, was du bist: wenn du Gott ganz stark liebst, und du kannst nicht anders als Ihn gern zu haben, dann kann Gott kommen um dich sehr gern zu haben.

49 Ich will, daß ihr Verantwortung für andere Leute übernehmt, und zwar für das, was sie an Bösem und Krankhaften haben, und hart arbeitet, um sie wieder zu besseren Menschen zu machen. Ihr tut bereits ungewöhnliche Dinge und werdet noch mehr tun. Das ist der kürzeste Weg zu Gott; denn ihr wißt, daß ihr dabei seid, dasselbe zu tun, was Gott getan hat und immer noch tut. Er übernimmt Verantwortung für die Menschen hinsichtlich dem Schlechten, das sie haben, nicht für das Gute.

50 In jedem von euch muß die Einheit zwischen Geist und Körper bestehen. Wenn Geist und Körper eine Einheit bilden, dann wird euer ganzes Selbst von Gott geleitet.

51 Wenn ihr Liebe zur Natur und zu den Menschen praktiziert, dann wird euch Gott ganz selbstverständlich besuchen und in euch bleiben. Auf diese Art und Weise könnt ihr Gott in euch haben.

52 Wenn ihr tiefe geistige Erfahrungen habt und Gott immer mit einem offenen Herzen liebt, ohne einen Fehler in eurem Gemüt, dann wird Gott auf natürliche Art und Weise zu euch kommen, und ihr werdet Gott fühlen. Wenn ihr die Natur so wie ich oder noch mehr liebt, und wenn ihr die Menschen mehr liebt als ich, dann könnt ihr sicher gehen, daß ihr mich und den himmlischen Vater sehen werdet.

53 Was das Sehnen anlangt, so gibt es keinen Unterschied zwischen Gott und dem Menschen.

54 Die Zeit, in der Gott verschlüsselte Botschaften und bildhafte Vergleiche verwenden mußte, ist vorbei. Wir leben jetzt in der Zeit, wo wir direkt Seine Stimme durch irgendjemand vernehmen können, und genau das geschieht in unserer Gruppe.

55 Ihr müßt eines klar verstehen: Wenn ihr in der Ausdrucksweise der Prinzipien an Dinge denkt, in der Ausdrucksweise der Prinzipien Dinge aussprecht und wenn ihr nur nach den Prinzipien handelt, dann wird Gott mit euch sein.

56 Ihr müßt Gottes Gegenwart fühlen als wäre euer Bruder oder eure Schwester an eurer Seite. Um wirklich eure Eltern zu verstehen, müßt ihr Ihn kennen und fühlen.

57 Wo findet ihr Gott - in eurem Wohnzimmer oder draußen an der Front? Auch wenn ihr in eurem Geist nur ein sehr undeutliches Konzept von Gott habt und ihr hinausgeht und vor den Menschen Zeugnis ablegt, Gott bezeugt und die Wahrheit lehrt, und zwar im Angesicht von Schwierigkeiten und Verfolgung, dann ist das der beste Platz Ihn zu sehen und zu fühlen.

58 Vergleichsweise kann ich sagen, daß Gott wie ein Diamanten- oder Goldbergwerk ist. Je tiefer ich hinuntergrabe, umsomehr finde ich und umso reiner ist mein Fund. Ich muß meine ganze Energie hineinstecken, wenn ich das Loch grabe, um Gold oder Diamanten zu finden.

59 Ihr müßt wirklich die Gegenwart Gottes fühlen, als wären sie eure eigenen Eltern. Wenn ihr dieses Gefühl nicht habt, könnt ihr nicht wirklich behaupten Ihn gefunden zu haben. Seid ihr überhaupt qualifiziert Seine Söhne zu sein, ohne etwas von Seiner Gegenwart zu wissen, ohne zu wissen, wer und was Er ist? Ihr müßt Ihn durch Erfahrung kennenlernen.

60 Bevor ihr nicht umhergeht und etwas unternehmt, könnt ihr die Luft nicht wahrnehmen. Überall rund um euch ist Luft, doch sie ist unsichtbar; erst wenn ihr die Straße entlang läuft, könnt ihr den Gegenwind spüren. Genauso fühle ich Gott. Wenn du wirklich Gott kennenlernen willst, dann geh an die Front und kämpfe, bewege dich. Aus diesem Grund ziehe ich umher, wenn ich das Gefühl habe, etwas zu brauchen. Ich besuche die Mitglieder, ich reise von Ort zu Ort.

61 Der menschliche Fall bedeutet, daß der Mensch in die Finsternis fiel. Doch wenn ihr diese Wolke loswerdet, diese Dunkelheit, dann ist es ganz natürlich, daß wir die Sonne, Gott sehen. Wenn ihr Gott nicht erkennt, sind eure geistigen Augen benebelt.

62 Ihr müßt Gott in eurem Geist vermissen, damit ihr mit Ihm vereinigt werden und Seine Unwandelbarkeit, Einzigartigkeit und Absolutheit widerspiegeln könnt.

63 Wenn ihr versucht, zu einem Scheingott eine Beziehung aufzubauen, kann keine Reaktion, keine Wechselwirkung entstehen, wieviel Energie ihr da auch hineininvestiert. Hier wird keine Energie erzeugt. Wenn ihr also den Versuch unternehmt, mit einem Schein-Subjekt oder nur mit einem begrifflichen Subjekt eine Beziehung aufzunehmen, dann wird es da keine Energie geben, kein Kreislauf wird gebildet, kein Geben und Empfangen aufgrund einer wechselseitigen Beziehung, keine Kraft wird erzeugt, was immer ihr auch tun möget. Wie lange - wie viele Tage oder Jahre kann euer Glück mit so einem Schein-Gott währen?

64 Gott hat Geist und Körper, auch wenn sie natürlich für menschliche Augen unsichtbar sind. Glaubt ihr, daß Er für Sein eigenes körperliches Wohlbefinden lebt? Woher wißt ihr, daß Gott Geist und Körper hat? Wir wissen das, weil wir auch Geist und Körper haben, und daher muß unser Ursprung oder unsere Ursache auch Geist und Körper haben. Das ist logisch.

65 Wir entdecken Gott in unserem Leben.

66 Dadurch daß wir dem Gesetz gehorchen, können wir ganz sicher mit dem Schöpfer oder der Ursache des Universums eins werden.

67 Der allmächtige Gott, der Himmel und Erde und die Menschheit erschaffen hat, erscheint vor euch direkt in den Formen von Mutter und mir. Er borgt sich unsere Bilder, um mit euch zu arbeiten. Gott handelt so, weil Mutter und ich ein vollständiges Fundament für die Erlösung gelegt haben.

68 Indem ihr die Wahren Eltern liebt, liebt ihr Gott, weil ihr ein sichtbares Symbol habt. Wie wunderbar! Gott ist unsichtbar, doch dadurch, daß ihr die Wahren Eltern habt, habt ihr ein sichtbares Symbol. Wenn ihr die Kinder der Wahren Eltern liebt und die Wahren Eltern, dann liebt ihr tatsächlich den himmlischen Vater, denn sie sind die Verkörperung Seines Geistes. Wieso ist das so? Weil sie der König und die Königin der Liebe sind. Sie sind die Verkörperung, die Personifizierung der Liebe Gottes.

69 Eins mit Gott sein bedeutet, daß ihr in der Position Gottes stehn müßt, daß ihr von Gottes Standpunkt aus denken, reden und handeln müßt. Wenn Gott zum Beispiel sagt: "Ich will nach Korea gehen," doch ihr klammert euch an Ihn und sagt: "Bleib in Amerika!" dann sind euere Anschauungen Ihm entgegengesetzt. Könnt ihr dann sagen, daß ihr zu Gott gehört und mit Ihm in Einheit seid? In diesem Fall besteht eine Trennung zwischen euch und Gott.

70 Gott sehnt sich sogar danach, in die Hölle zu gehen um Menschen zu retten. Wenn ihr nicht wollt, daß das passiert und zu Gott sagt: "Warum bleibst Du nicht einfach bei mir? Kümmere Dich nicht um die anderen Leute," seid ihr da mit Ihm in Einheit? Da spielt es keine Rolle, wie stark Euer Vertrauen ist, daß ihr zu Ihm gehört, es besteht bereits eine Trennung zwischen Euch und Gott. Warum geht ihr stattdessen nicht einen Schritt weiter und sagt: "Gott, du kannst nicht hier bleiben. Warum gehst Du nicht nach Afrika, um die Menschen zu retten?" oder "Gott, Du kannst Dich hier ausrasten. Ich gehe ans Ende der Welt und bringe Dir die Menschen zurück."

71 Seid niemals darauf aus, mit Gott in eurem Herzen allein zu sein. Wenn ihr wißt, wie weit Gott ist, dann wollt ihr weit eher zunächst einmal die äußeren Gefilde abdecken, um dann zum Zentrum zu gelangen. Wenn ihr Gott lieben wollt, wollt ihr da bloß Gottes Herz lieben oder jede Zelle von Ihm?

72 Wenn ihr wirklich von Gott in Besitz genommen werden wollt, dann denkt niemals daran, direkt zu Ihm zu gehen, um ihn für euch alleine zu beanspruchen. Das ergibt keinen Sinn.

73 Je größer der Umfang der Dinge ist, die ihr umarmt, umsomehr werdet ihr von Gott geliebt werden.

74 Um Gott zu erreichen, möchte ich, daß ihr diesem Weg folgt: nur wenn ihr die Menschheit liebt, könnt ihr das erreichen.

75 In den Göttlichen Prinzipien gibt es einen Abschnitt im Kapitel der Prinzipien der Schöpfung über das ursprüngliche oder göttliche Gemüt. Dieses Gemüt ist das Herzstück jeder Person. Nur aufgrund des ursprünglichen Gemütes können Menschen erneuert werden und den wahren Wert und Zweck des Lebens hier auf Erden verwirklichen. Ohne das göttliche Gemüt haben wir keine Ahnung, wie wir irgendeine Beziehung zwischen Gott, der geistigen Welt und der physischen Welt herstellen sollen. Euer göttliches Gemüt arbeitet in Verbindung mit euerem Bewußtsein. Wenn es so handelt, wird euer ganzer Körper ohne Zweifel einen Zweck und eine Richtung haben. Wenn ihr in eurer Arbeit eurem göttlichen Gemüt gehorcht, werdet ihr mit Gott eins werden.

76 Das Aufregende bei dieser Suche ist dieses: Auf der Suche vom äußeren zum inneren Kreis ist das Individuum vorne. Habt ihr jedoch einmal euer göttliches Gemüt erreicht, wird noch jemand vor euch sein: Von dieser Zeit an wird Gott immer vor euch sein. Habt ihr einmal das göttliche Gemüt in euch erreicht und geht hinaus in die Welt, werdet ihr feststellen, daß Gott bereits vor euch da ist; daher wird euch nichts mehr trennen oder besiegen können.

77 Glaubt ihr, daß Gott auf eine Person böse ist, die sagt: "Es gibt keinen Gott"? Oder wird Gott sagen: "Hmmm, ist das so?" Er wird nicht wütend, aber Er wird traurig lächeln. Ich ziehe es vor, auch so zu sein. Was mache ich? Kurz gesagt, ich versuche Gott ähnlich zu sein, Ihm näher zu kommen und Ihn zu umfassen. Folglich lachen mich die gesamten USA und sogar die Welt aus und sagt über mich unwahre und schreckliche Dinge. Ich möchte darauf nur sagen: "Hmmm, ist das so? Gut, ihr werdet sehen."

78 Als menschliche Wesen sehnen wir uns immer nach etwas Höherem, Größerem und strecken uns aus, um irgendeine Ursache für die Herrlichkeit zu suchen. Dadurch, daß wir so reagieren, spiegelt unser Gemüt ganz genau Gottes Gemüt wider.

79 Gott wohnt dort, wo totale Einheit herrscht. Wo wollt ihr Gott begegnen? Auf dem Gipfel eines Hügels? In New York? Der Ort, wo ihr Gott begegnen könnt, ist in eurem Herzen, in eurem Gemüt. Wenn ihr euch selbst zu einer Wohnstätte Gottes macht, braucht ihr nicht zu Gott gehen; Gott wird zu euch kommen.

80 Wo wohnt Gott? An der Stelle, wo Körper und Geist zusammentreffen, wohnt Gott.

81 Wenn euer Geist emporgehoben und strahlend ist, seid ihr bereit, einen Kontakt mit der geistigen Welt und Gott herzustellen; und zwischen Gottes Geist und eurem Geist wird ein Funke springen. Das ist der Grund, warum wir uns immer sehr darum bemühen sollen, ständig strahlend und glücklich zu sein. Wenn ihr euren Geist ständig oben behaltet, könnt ihr Gott begegnen; und dafür könnt ihr wirklich dankbar sein. Das ist die grundlegendste und wichtigste Lebensweise für Menschen, die Gott erreichen. Wenn euch etwas durcheinander bringt, dann kümmert euch sofort auf irgend eine Art und Weise darum.

82 Wenn ihr Zurückweisung auf Zurückweisung erlebt, beginnt ihr plötzlich zu weinen. Doch das sind nicht eure Tränen; Gott weint vielmehr durch euch. Wenn die Leute euch gegenüber Mitgefühl zeigen und wirklich eure Mission verstehen, dann fühlt ihr tief in euch erhebende Freude, doch diese Freude tief in euren Herzen ist nicht eure Freude; das ist Gottes Freude. Und sogar wenn ihr bis zwei Uhr morgens arbeitet, dann habt ihr, wenn ihr ins Center zurückkehrt, das Gefühl als ob ihr fliegen würdet, denn ihr fühlt tief in eurem Herzen Gottes Freude.

83 Sobald wir die Wahrheit über Gott wissen und Seine Persönlichkeit verstehen, bekommen wir eine klare Vorstellung davon, wie wir mit Gott leben und Ihn und uns glücklich machen können.

84 Wenn wir tiefer und tiefer vorstoßen um die aller erste Ursache des Universums zu finden, werden wir entdecken, daß unser Leben mit dem Ursprung, mit Gott verbunden ist. Da Gott den Menschen und das gesamte Universum geschaffen hat, muß das "Ich" das Bild dieses speziellen Gottes sein. Wenn es einen Gott gibt, dann muß dieser Gott gut sein. Daher müssen auch wir als ein gutes Bild Gottes geboren worden sein. Doch von Anfang an bis in unsere gegenwärtige Zeit sind so viele böse Taten und Sünden begangen worden, daß wir nun von Gott ganz getrennt sind. Zwischen Gott und unserem gegenwärtigen Selbst liegt ein breiter Graben. Wir sind die Verlängerung Gottes, der gut ist, doch unsere Verlängerung von Ihm ist befleckt und schmutzig. Wenn Gott auf die Nachkommenschaft Seines eigenen Familienbaumes blickt, dann möchte er den ganzen Schmutz loswerden. Man braucht dazu keine Bibelkenntnisse um festzustellen, daß zwischen Gott und uns ein breiter Graben läuft und wir besudelt sind.

85 Ihr kennt bereits die einfache Regel für eine Begegnung mit Gott. Vergleicht einmal was stärker ist - euer Hungergefühl, oder eure Sehnsucht Gott zu begegnen. Wenn ihr jemand liebt und vermißt, dann vergleicht das mit der Tiefe eures Gefühls für Gott. Wenn euer Gefühl für Gott stärker ist, dann wißt ihr, daß ihr den Test bestanden habt.

86 Wenn ihr eure tägliche Arbeit beendet habt, dann sollt ihr noch ein bißchen mehr tun, wenn ihr wirklich Gott sehen wollt. Wenn ihr beim Witnessen das Gefühl habt, daß ihr die volle Tagesarbeit geleistet habt, dann sollt ihr euch, anstatt zu rasten, ein wenig mehr antreiben, in der Hoffnung Gott zu sehen. Das ist ein unglaublicher, jedoch der einzig gangbare Weg.

87 Gottes Sehnsucht gleicht der des Menschen und kann nur durch die Erwiderung von Menschen erfüllt werden. Ebenso können die Sehnsüchte des Menschen nur erfüllt werden, wenn Gott uns erwidert. Unser Ideal liegt in Gott, und Gottes Ideal liegt im Menschen.

88 Warum wohl braucht Gott Adam und Eva? Warum brauchen sie Ihn? Für zwei Zielsetzungen. Zuallererst sollte Gottes Ideal der Liebe durch Adam und Eva erfüllt werden. Zweitens, und das ist sehr wichtig, sollte der unsichtbare Gott durch die Menschen sichtbar gemacht werden. Mit anderen Worten, Adam sollte die sichtbare Form Gottes ein, und durch ihn hätte der unsichtbare Gott eine Beziehung mit der sichtbaren, physischen Welt herstellen können. Gottes letzter Zweck der Erschaffung von Adam und Eva ist folgender: Nach Erreichen der Vollkommenheit hier auf Erden in Einheit mit Gott, wären Adam und Eva in die geistige Welt gegangen. Dort wäre Adams geistiger Körper genauso gewesen wie Gottes Körper, und in diesem Körper hätte Gott als Adams Gemüt gewohnt. Gott selbst wäre Adams Gemüt gewesen.

89 Jetzt suchen wir Gott. Doch wenn Adam und Eva Vollkommenheit erreicht hätten, dann hätten wir, wenn wir sie gesehen hätten, Gott gesehen. Adam und Eva wären in Gottes Position gestanden, denn sie wären Gottes Körper gewesen.

90 Wenn ihr zu Bett geht und euren Kopf in den Polster kuschelt, habt ihr da jemals gedacht: "Gott liegt hier in diesem Bett, denn ich bin der Tempel Gottes"? Habt ihr jemals zu euch selbst gesagt: "Gott, möchtest du dich mit mir ausrasten?" Und am Morgen, wenn ihr aufwacht und aus dem Bett steigt, denkt ihr da: "Gott, du bist schon wach. Guten Morgen, Vater!"? So müßt ihr leben! In jeder Handlung müßt ihr Gottes Anwesenheit fühlen; ihr müßt das Gefühl haben, daß Gott vor euch hergeht.

91 Im Buch Genesis steht geschrieben, daß Adam den Dingen, die Gott geschaffen hatte, einen Namen gab. Tatsächlich war Adam das Instrument, durch das Gott gesprochen hat. Oder anders ausgedrückt: Durch Adam hat Gott jedem Geschöpf einen Namen gegeben. Gott wohnte in Adam und herrschte auf diese Weise über die ganze Schöpfung. Bis heute kennen die Menschen die wahre Beziehung zwischen Gott und Mensch nicht. Um es nochmals zu sagen: Aus zwei Gründen hat Gott den Menschen erschaffen. Erstens als die Erfüllung und Manifestation Seiner Liebe und zweitens als die sichtbare Form Gottes. Das ist eine höchst erstaunliche Wahrheit. Durch den vollkommenen Adam und die vollkommene Eva als Kern des Universums wollte Gott Sein Königreich auf Erden ausbreiten.

92 Da es euer Ziel ist Gott möglichst nahe zu kommen, müßt ihr euch sehr danach sehnen mit mir zu sein.

93 Wer ist Adam? Adam ist die sichtbare Form Gottes, das heißt, Gottes Körper.

94 Der Geist ist der Platz, wo Gott hinkommt, um dort zu wohnen.

95 Wenn ihr immer auf alles von Gottes Standpunkt aus blickt, werdet ihr spüren, daß Gott mit euch ist.

96 Ob es sich um ein Individuum handelt oder um eine Nation, Gott will mit niemandem wohnen, wenn er auf sich selbst ausgerichtet ist. Nur wenn ein Individuum oder eine Nation sich dem dienst an der Menschheit, am Ganzen verschrieben hat, wird Gott dort sein.

97 Unterhaltet ihr euch mit Gott in jedem Augenblick? Auf diese Weise sollt ihr denken.

98 Wenn ihr in die geistige Welt geht und ruft: "Gott, mein Vater!" wird Gott antworten: "Ja, mein Sohn?" Seine Antwort kommt nicht vom blauen Himmel, sondern aus eurem eigenen Herzen, aus eurem Gemüt. Gott wohnt in eurem Gemüt, und wenn ihr auf euer Gemüt hört, hört ihr auf Gott. In den Korintherbriefen spricht Gott durch Paulus um zu sagen: "Wißt ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und daß Gottes Geist in euch wohnt?"

99 Die Menschheit ist Gottes sichtbare Form; sie manifestiert die männlichen und weiblichen Eigenschaften Gottes. Männer und Frauen zusammen sind die vollständige sichtbare Form Gottes. Im Buch Genesis lesen wir, daß Gott Adam den Auftrag gab, den tieren der Schöpfung einen Namen zu geben; weil Gott in ihm wohnte war er fähig, die Tiere zu benennen.

100 Wenn ihr in die geistige Welt geht, könnt ihr mit Gott sprechen, aber ihr könnt Gott nicht sehen. Gott ist nicht nur in der physischen Welt unsichtbar, sondern auch in der geistigen. Um sich selbst zu manifestieren benötigte er eine sichtbare Form um eine Verbindung zur physischen Welt zu haben. Und diese sichtbare Form wurden Adam und Eva. Der Mensch wurde in die höchst Position gesetzt um die sichtbare und wandelnde Form Gottes zu sein.

101 Wer der zentrale Gastgeber oder die zentrale Gastgeberin im Universum werden will, soll die Hand heben. Warum habt ihr das Gefühl? Bewußt oder unbewußt versteht ihr, was oder wer ihr seid, und daß eure Position Gottes Position ist. Weil Gott euer Vater ist und ihr Seine Söhne und Töchter seid, seid ihr in derselben Kategorie und habt dieselben Rechte wie Gott.

102 Ihr verehrt keinen rein gedanklichen Gott, sondern einen lebenden Gott, mit dem ihr euer Leben teilt. Ohne Frühstück sitzt ihr hier auf dem Boden , und doch seid ihr noch immer glückliche Menschen, weil ihr auf dem Schoß Gottes sitzt und von Seiner Liebe umarmt werdet.

103 Ein Gott, der ohne Mensch existiert, ist völlig undenkbar. Subjekt und Objekt können nicht ohne das jeweils andere existieren. Würde der Mensch nicht existieren, ginge Gott zugrunde. Es gibt für Gott keine Möglichkeit, alleine durchzuhalten, und ohne Mensch besäße das Universum keinen Wert.

104 Wenn ihr wahre Liebe habt, die Gottes Herz durchdringen kann, dann könnt ihr Ihn jeden x-beliebigen Weg führen. Wenn Gott diese Theorie nicht akzeptiert, dann könnt ihr Ihm die Frage stellen: "Gott, bist Du ein Gott der Liebe?" Wenn Gott sagt: "Ja, ich bin ein Gott der Liebe," dann könnt ihr Ihm erklären, warum Er euch als Objekt der Liebe braucht. Liebe braucht ein Objekt und Gott braucht Liebe: ohne ein Objekt kann Gott nicht Gott sein. Wen liebt Gott wohl in seiner gesamten Schöpfung am meisten? Den Menschen möchte er am meisten lieben, daher ist der Mensch für Gott unentbehrlich.

105 Wir sind in der Objekt-Position und Gott ist in der Subjekt-Position mit einem weitaus größeren Geist als es der unsere ist, ein Geist, der auf unseren kleinen Geist einwirkt und uns beeinflußt aufeinander zu wirken. Intuitiv möchten wir in bestimmte Handlungen einbezogen sein und bestimmte Ergebnisse erzielen.

106 Diese menschliche Natur ist eine kosmische Sache.; wir alle sind nach Gottes Bild geschaffen und Gott gab uns Seine eigene Natur.

107 Ihr wißt ganz genau wer eure Eltern sind, doch Gott muß für euch weitaus realer werden als es eure eigenen physischen Eltern sind. Dann könnt Ihr sagen: "Ich bin Sein Kind." Ist Gott für euch so real? Euere Antwort muß von eurem gesamten vereinigten Sein kommen; sonst werden euer Geist in die eine, euer Körper in die andere und euer Herz wieder in eine andere Richtung gehen. Wenn eure Hingabe und euer Vetrauen sehr stark sind, könnt ihr, auch wenn die Sonne im Westen aufgeht, sagen: "Ich weiß, daß Gott mein Vater ist."

108 Wenn ihr einen anstrengenden Tag gehabt habt und am Abend ins Center zurückkehrt, mögt ihr vielleicht sagen: "Gott, ich habe einen anstrengenden Tag gehabt, aber ich habe gewonnen. Ich habe niemals aufgegeben und ich habe niemals etwas Beschämendes getan. Ich liebe Dich und ich möchte, daß Du auf mich stolz sein kannst." Oft beschwert ihr euch bei euch selbst, nicht wahr? Wenn ihr den Wagen steuert dann sprecht ihr oft mit euch selbst, doch eigentlich sprecht ihr mit Gott; und wenn ihr das mehr und mehr praktiziert, wird euch der lebendige Gott tatsächlich antworten und sagen: "Mein Sohn, ich habe dich gehört. Ich verstehe und ich bin glücklich, daß du die Schlacht gewonnen hast. Du bist wirklich mein Sohn." Ihr werdet tatsächlich Seine Stimme hören. Der Schlüssel für so eine Beziehung besteht darin, wieviel Herzensenergie ihr für Gott ausgegeben habt. Da gibt es keine Fachausdrücke. Ihr kennt das Glaubensbekenntnis unserer Kirche: Tränen für die Erde vergießen, Schweiß für die Menschen und Blut für den Himmel. Das sind keine leeren, sondern lebendige Worte.

109 Euer geistiges Wachstum wird schließlich und endlich eine gerade Linie werden, so wie die Existenz Gottes wie eine gerade Linie ist. Es geschieht sehr häufig, daß Gott kommt und geht - ihr erlebt Gott und dann verschwindet Er wieder und später kommt Er wieder - doch das alles zeigt, daß auch ihr wie eine gerade Linie werden müßt.

110 Wenn ihr nur mit euerem Mund betet, seid ihr ein Heuchler, doch wenn ihr irgendwelche Taten vorzuweisen habt, dann findet ihr schon die passenden Worte. Das ist der Weg, den die Kirche gehen muß, denn das ist die einzige Abkürzung zum Herzen Gottes. Es gibt keinen anderen Weg um Ihm ganz nahe zu kommen, keinen Weg der Zauberei, um diese Route zu gehen.

111 Die wirklichen Gefährten Gottes sind Menschen mit Tränen.

112 Wie können wir uns unserem himmlischen Vater nähern? Wir können nicht direkt, ohne Bedingung, zu Ihm oder zu den Wahren Eltern gehen. Ihr müßt den entgegengesetzten Weg gehen und Gottes Herz gewinnen, indem ihr die Menschheit und Gott befreit. Wenn ihr hinausgeht in die Welt und Gottes Herz mit euch trägt und wenn ihr dann nach Beendigung euerer Mission zurückkehrt, werdet ihr automatisch auf Gott zugehen. Ihr könnt nicht direkt zu Gott gehen. Jesus Christus ist denselben Weg gegangen, er ging die entgegengesetzte Richtung indem er zuerst seine Feinde liebte. Die Heiligen Gottes sind in sehr turbulenten Zeiten groß geworden und sie alle haben diese Wahrheit praktiziert um dann hinzugehen und an der Brust Gottes umarmt zu werden. Als ich die geistige Welt durchwanderte traf ich nie berühmte Priester im Königreich des Himmels; derartige Leute haben zwar viel geredet, doch sie haben niemals ihre Worte in Taten umgesetzt während sie auf Erden waren.

113 Vor dem Fall sahen Adam und Eva sehr primitiv aus, doch ihr Herr, Gott, war in ihnen. Zu jener Zeit war Adam, mit seinem Gastgeber im Inneren, der Tempel Gottes. Adam war schön, denn alles, was er tat und dachte, war ein Ausdruck des lebendige Gottes in ihm. Vor dem Fall schauten Adam und Eva mit den Augen Gottes, hörten mit den Ohren Gottes, dachten mit dem Geist Gottes. Gott und Mensch waren eins.

114 Beide mußten arbeiten, und eben diese Arbeit war für Gott. Sie mußten essen und trinken, doch nur für Gott. Sie waren sich voll bewußt, daß Gott in ihnen wohnte. Jede Handlung von Adam und Eva - schlafen gehen, aufwachen, arbeiten - war von Gott motiviert.

115 Vor dem Fall kam jede Motivation Adam's von Gott und klarerweise auch das Lied zur Ehre Gottes. Er sang nur von Gott. Adam muß gelächelt und gelacht haben, doch wo hatten sein Lächeln und sein Lachen ihren Ursprung, und für wen waren sie bestimmt? Kam die Motivation für seine Freude und sein Lächeln daher, weil er Eva anschaute und sie ihn? Es kam daher, weil er Gottes Existenz in seinem eigenen Herzen spürte. Sogar Adams und Evas Lächeln und Lachen waren ein Ausdruck vom Lächeln und Lachen Gottes. Nehmen wir einmal an, daß Adam im Garten Eden tanzte. Für wen war dieser Tanz bestimmt? Er war hauptsächlich der Ausdruck von Gottes Freude und mußte Gott dargebracht werden.

116 Wäre Adam nicht gefallen, hätte er Eva von der Position Gottes her geliebt. Mit anderen Worten, er hätte seine Frau geliebt wie Gott sie liebte, und Eva hätte ihren Mann geliebt wie Gott ihn liebte. Daher wären Adam und Eva, eins in Vollkommenheit, der lebende Gott auf Erden gewesen, sie hätten nach dem Weg Gottes gelebt, ja Gottes Leben selbst. Es war das Prinzip der Schöpfung, daß Adam und Eva Gottes Freude fühlen. Wenn sie Freude fühlen, fühlt Gott Freude; wenn Gott Freude fühlt, fühlen sie Freude. Dazwischen kann es keine Barriere geben, denn die Liebe ist eins. Die Liebe gehört Gott, Adam und Eva und den Paaren. Die eine Liebe vereinigt. Auch wenn Adam und Eva vereinigt wären, wäre das Zentrum noch immer Gott. Das war das Schöpfungsideal.

117 Wir können uns Glückskinder nennen, da wir Gott so sehr lieben und weil Gott uns auch liebt; am Ende erstreckt sich die Liebe überall hin und beherrscht alles. Durch die Liebe können wir tatsächlich wie Gott selbst werden. Weil wir Gott über alles lieben und weil Gott uns über alles liebt, sind wir dasselbe wie Gott. Letzten Endes sind wir die Söhne Gottes; der einzige Unterschied besteht darin, daß Gott Subjekt ist und wir Objekt sind.

118 Könnt ihr euren Geist herausnehmen und ihn mir zeigen? Könnt ihr vernünftigerweise fragen, wo euer Geist ist? Die Antwort heißt: Wo Gott wohnt, wohnt euer Geist. Anders ausgedrückt: Wo Gottes Liebe wohnt, kann euer Geist wohnen. Woimmer ihr auf Gott ausgerichtet lebt, dort ist auch euer Geist, euer Gemüt zuhause. Weil Gott überall sein kann, kann auch der Geist überall sein. Woimmer Gottes Leben wohnt, woimmer Gottes Liebe wohnt, woimmer der Lebensweg Gottes existiert, dort ist die Wohnstätte eures Geistes.

119 Wenn ihr Gott sehen wollt, geht ihr dann hinaus und blickt zum Himmel um Ihn zu sehen? Um Gott zu sehen müßt ihr eure Augen schließen und nicht öffnen. Unterdessen beginnen euer Geist und euer Körper miteinander zu schwingen, und zwar mit demselben Klang wie Gott. Es ist doch ganz logisch, wenn man denkt, daß alle fünf Sinne in eurem Körper dazu da sind Gott zu erfassen. Mit ihrer Hilfe könnt ihr in euch Gott sehen, hören, riechen, tasten und schmecken. Wenn euer Geist und euer Körper nie getrennt sind, werdet ihr immer ein glückliches Leben führen; wenn ihr eßt, dann wißt ihr, warum ihr eßt und wenn ihr schlaft, dann wißt ihr, daß euer Geist und Körper eins sind. Wenn ihr sprecht, hat alles eine Bedeutung. Dann seid ihr ein wahrer Mensch.

120 Habt ihr jemals überlegt, wer Adam und Eva gefüttert hat und wie sie herangewachsen sind? Waren sie stark genug, um sich gleich nach der Geburt ihre Nahrung selbst zu sammeln und sichselbst zu füttern? Irgend jemand muß es gegeben haben, der sie genährt hat. Die große Frage, die heute die Religionen beschäftigt, betrifft die Rolle der Engel. Im Kapitel über den Fall des Menschen lehren wir, daß es eine wirkliche Beziehung zwischen Engeln und menschlichen Wesen gegeben hat. Gott muß nicht unsichtbar bleiben; Er kann sich in einem Vater und in der Rolle einer Mutter manifestieren um Seine Kinder zu ernähren. Auch wenn ihr in die geistige Welt geht, könnt ihr Gott nicht sehen; wie kann sich also Gott zeigen? Wenn Gott will, kann Er sich auf jede Art und Weise manifestieren, denn Er ist allmächtig. Gott hat darüber nachgedacht, wie er sich der Welt zeigen kann, und schließlich faßte er den Entschluß, Adam auf die Welt zu bringen. Gott ist der Vater von Adam. und wenn Er sich zeigt, muß Er Adam sehr ähnlich sein. Als sich Gott endlich entschloß, wie Er aussehen sollte, war das für Ihn ein Augenblick großartiger Revolution. Das war natürlich ein romantischer, ein aufregender Augenblick, als Gott Adam war!

121 Wenn ihr fragt wie Gott aussieht, dann ist die Antwort: wie Adam und Eva. Bevor Adam und Eva gefallen waren, sind sie der wandelnde, der physische Gott hier auf Erden gewesen. Als sichtbare Form Gottes sollten Adam und Eva die Königsherrschaft über die physische Welt übernehmen, während Gott der unsichtbare König der gesamten geistigen Welt geblieben wäre.

122 Ihr dürft eine wichtige Frage stellen: Warum schuf Gott den Menschen. Gott wollte eine sichtbare und angreifbare Form annehmen, und der Tag, an dem der Mensch geboren wurde, war beinahe wie Gottes eigener Geburtstag. Als Adam und Eva zur Vollkommenheit heranwuchsen, wuchs Gott gemeinsam mit ihnen geistig zur Vollkommenheit heran. Auch das ist sehr logisch. Gott und Adam waren eine Einheit und tatsächlich dieselbe Person, und wenn daher Adam lachte, lacht Gott. Wenn Adam verstimmt war, war auch Gott verstimmt. Wenn Adam arbeitete, arbeitete Gott. Warum sollte es nicht so sein? Alles trägt den Antrieb zur Vollkommenheit in sich, hier auf der Erde und im Himmel, mit Gott und Mensch, die zusammen wachsen. Das Wachstum des Menschen ist genauso das Wachstum Gottes selbst. In der Religion sprechen wir von Vollkommenheit, aber was heißt das? Wenn eine Person, die bisher nur gegangen ist, nun laufen kann, hat sie Vollkommenheit erreicht? Vollkommenheit bedeutet die Vollkommenheit der Liebe, ohne irgend einen Mangel, eine vollkommen runde Liebe.

123 Der Tag für die Ehre Gottes war jener Tag, an dem Er den Menschen erschuf, wobei Er sich selbst eine physische Form geben wollte. Warum wollte sich Gott eine physische Form geben? Da Gott bereits die physische Welt erschaffen hatte, wollte Er sich selbst in sie hineingeben, damit Er das Zentrum von allem sein konnte. Gott inkarnierte in Adam und Eva, die die sichtbare Form Gottes sein sollten. Die theologische Welt wird mich einen Häretiker nennen, denn ich behaupte, daß jeder von euch die sichtbare Form Gottes sein sollte. Deshalb bezeichnen uns einige Leute als Plasphemiker. Gott braucht eine physische Form, damit Er sein Objekt für das Geben und Nehmen haben kann. Auf diese Weise kann Gott Seine Liebe vervollkommnen.

124 Wenn ihr geht, dann könnt ihr fühlen, daß Gott und das gesamte Universum mit euch gehen. Wenn ihr euch umdreht, dann könnt ihr fühlen, daß die gesamte Welt mit euch ist. Das heißt, ihr werdet genau der Norden soweit es das Universum betrifft. Wo immer ihr seid, dort ist der Anfang der Bewegung im Universum, und überall könnt ihr mit dem Rest des Universums in Beziehung treten. Ihr werdet niemals getrennt sein. Jeder kann die Würde irgendwo in seinem Herzen tragen, sich auf der Spitze der Welt zu fühlen. Jene, die glauben, nur Plunder zu sein, muß man zurechtweisen, denn so eine Person gibt es nicht. Jeder sollte die Würde fühlen, wie Gott zu sein und mit Gott zu wandeln.

125 Gott ist wertvoll; so stellt euch einmal vor, daß Gott sichtbar wäre und die Straße entlang ginge mit jedem redete. Würde sich selbst so auf einen einzigen Körper begrenzen, daß jeder erkennen könnte, daß Er Gott ist, dann würde eine große Nation wie Amerika 240 Millionen Leute mobilisieren und Ihn gefangen nehmen.

126 Würdet ihr euch gerne bei Gott bedanken, daß Er die Liebe unsichtbar gemacht hat. Seid ihr froh, daß euer Geist unsichtbar ist? Seid ihr froh, daß Gott selbst unsichtbar ist? Gott ist grenzenlos und geheimnisvoll, wie die Tiefen des Ozeans und die Höhe des Himmels. Ich möchte, daß ihr versteht, daß die kostbarste Sache immer unsichtbar ist. Daher kann Gott sagen, daß Er zur selben Zeit überall ist. Anstatt in Amerika umherzuwandern und hier und dort gesehen zu werden, ist es viel besser, daß Gott hinter der Decke des Geheimnisses verborgen bleibt.; mit unendlichem Verständnis und Wissen. Gott läßt die Menschen ihre je eigenen Wege, Ihn kennen zu lernen, beschreiten.

127 Wenn ihr ganz nahe bei Gott seid, dann spielt es keine Rolle, was ihr tut, es gibt keine Begrenzung hinsichtlich eurer Bewegung, denn das wird euere Freude voll zum Ausdruck bringen. Wenn ihr in Lachen ausbrecht, wird auch das ganze Universum lachen. Wenn sich Gott in eine bestimmte Richtung bewegt, dann tut ihr das auch, denn wasimmer Gott tut, tut ihr.

128 Gott möchte im Geben und Nehmen wohnen, wo immer ein Objekt so vollkommen ist, daß ihre Beziehung für immer unwandelbar und stabil ist. Laßt uns das einmal durchdenken. Warum besteht ein Geschöpf wie der Mensch so lange, lange Zeit, anstatt daß er nur vorübergehend existiert und dann verschwindet? Das ist deswegen so, weil der Mensch alle Eigenschaften Gottes ererbt hat und aus diesem Grund auf ewig besteht. Der eigentliche Kern von Aktivität ist dort, wo Gott und mit Ihm Seine Liebe wohnen.

129 Wo wohnt Gott? Er wohnt in einem zuverlässigen Geist, der ins Schwarze der Liebe trifft und unmittelbar im Zentrum ein harmonisches Geben und Nehmen hat. Gott selbt geht geradewegs auf die Liebe zu. Glück ist solange zeitlich und klein bis Gott in ihm wohnt.

130 Wenn ihr einen Mann oder eine Frau findet, in dem oder der Gott wohnt, dann wollt ihr immer mit ihm oder ihr zusammen sein. Es ist nicht von Bedeutung wie schön eine Frau oder wie stattlich ein Mann ist, wenn ihr in ihnen Gott nicht finden könnt, sind sie in der Tat sehr häßlich.

131 Wenn Geist und Körper in Liebe völlig eins werden und auf höchster Weltebene arbeiten, dann wird Gott dort wohnen.

132 Wo ist Gott? Wir müssen klar erkennen, daß Gott überall dort wohnt, wo das Gesetz der Wiedergutmachung arbeitet. Der Platz der Wiedergutmachung ist dort, wo Satan euch in Ruhe lassen muß, wo er euch nicht länger berühren kann. Dort ist Gott und dort wollen wir immer sein. Wo hat sich denn Gott in der Zeit des Alten Testamentes herumgetrieben? Überall dort, wo ein Opfer dargebracht wurde, war Gott. Es spielte keine Rolle, wo irgend jemand nach Gott suchte, man konnte Ihn nur auf dem Altar finden, wo Opfer dargebracht wurden. Konnte man im Neuen Testament Zeitalter Gott auch auf dem Altar finden? Nein! Er war dort, wo Christen zu tiefem Gebet versammelt waren, all ihr Eigentum hingegeben hatten und für Gott und die Welt beteten. Überall, wo eine Einzelperson oder eine Gruppe tief betete, war Gott anwesend.

133 Wo genau wohnt Gott in der Kirche? Gott wohnt dort, wo das Gesetz der Wiedergutmachung zur Wirkung kommt. Wir können einen anschaulichen Vergleich zwischen den drei Zeitaltern ziehen. Wollte man im Alten-Testament-Zeitalter Gott begegnen, mußte man dorthin gehen, wo auf dem Altar Opfer dargebracht wurden. Im Neuen-Testament-Zeitalter mußte man dorthin gehen, wo feurige Gebete dargebracht wurden. In unserer Kirche findet man Gott, wo Wiedergutmachung bezahlt wird. Überall wo es tatsächlich eine Arbeit gibt, um Verlorenes zurückzugewinnen, können wir immer Gott finden.

134 Wie könnt ihr erkennen, daß euch Gott besucht hat? Selbst wenn ihr nur daran denkt in eine bestimmte Richtung zu gehen, hat sich euer Körper bereits auf den Weg gemacht. Auch wenn ihr nicht daran denkt, werden euch eure Füße irgendwohin tragen, und ihr werdet daraus einen Nutzen ziehen. Eure Beine werden sich nicht schwer anfühlen, sonder federleicht. Habt ihr dieses Phänomen jemals erlebt? An diesem Punkt werdet ihr die Welt erobern und ein siegreiches Gefühl haben.

135 Wo begegnen wir Gott? Nicht einfach irgendwo, sondern an der Frontlinie. Ihr werdet das erleben. Die Wiederherstellung durch Wiedergutmachung spielt sich nur an der Frontlinie ab. Wenn eine Einzelperson versucht, nur für sich selbst zu leben, kann Gott niemals zu ihr kommen; doch wenn sie sich einmal für die Familie opfert, wird Gott kommen. Ich kenne dieses Prinzip ganz genau, und aus diesem Grund treibe ich euch hinaus um der Welt willen. Das ist das Wichtigste in eurem Leben. Ich jage euch hinaus an die Frontlinie auf der Weltebene.

136 Ihr werdet feststellen, daß, wenn ihr nicht für euch selbst arbeitet, Gott kommen und die Arbeit für euch erledigen wird.

137 Wenn ihr für die Welt weint, werdet ihr Gott begegnen. Wenn ihr konsequent für die Welt arbeitet und dabei euer Leben aufs Spiel setzt und unaufhörlich in diese eine Richtung geht, wird euch die Liebe Gottes niemals verlassen.

138 Da ihr euch nach Liebe sehnt, müßt ihr ein Leben des Leidens führen, wie schwierig es auch sein mag, und mit so einem Herzen durchhalten und vorangehen. Denk einmal darüber nach, was es heißt, das Leiden und die Trauer zu erleben, wenn man verloren hat, was man liebte, und nach dieser verlorenen Liebe verlangt. Ihr müßt genügend vorbereitet sei, daß ihr, wenn ihr all jene verloren habt, die ihr liebt - eure Frau, eure Kinder, eure Nation - noch weitergehen könnt. Manchmal könnt ihr feststellen, daß ihr sprecht ohne zu wissen was ihr sagt oder tut. Dann werdet ihr bemerken, daß nicht ihr selbst es seid, der spricht, sondern Gott spricht durch euch. All diese Erfahrungen sind in euerm Glaubensleben notwendig.

139 Da Gott keinen Körper hat, wird er von den Wahren Eltern repräsentiert. Sie sind die Wahren Eltern des Individuums, der Familie, des Clans, der Nation, der Welt und auch der geistigen Welt. In Zukunft wird Gott jedem in Form der Wahren Eltern erscheinen, denn Er hat keinen eigenen Körper.

140 Unter welchen Umständen möchte Gott denen begegnen, die Er liebt? Er begegnet Seinen Geliebten auf einem tränenreichen Platz, auf einem tränreichen Weg. Wenn ihr ganz traurig seid und ihr vom Schluchzen geschüttelt werdet, dann vergießt ihr nicht nur Tränen, sondern auch Wasser kommt aus eurer Nase und aus eurem Mund. Habt ihr jemals so geweint? Wenn ihr noch nie solche Tränen erlebt habt, habt ihr auch noch nie wahre Liebe gekostet. Wenn euer Ausdruck von tiefer Traurigkeit so tief ist, daß sich euer Innerstes verkrampft und ihr beinahe erwürgt werdet und ihr in diesem Augenblick eure längst verlorene Liebe findet, was passiert da? Der Schock, den diese Rückkehr verursacht, kann so dramatisch sein, daß ihr ohnmächtig werdet. Das ist wirklich eine dramatische Begegnung. Ist das die dramatischste Liebe überhaupt, oder ist das noch nicht ganz das Zentrum der wahren Liebe?

 

04.08.2003